Uni-Dozent provoziert die USA

  • Aktualisiert am 02.01.2012

WISCONSIN (USA) – Kevin Barrett glaubt, die amerikanische Regierung hätte 9/11 ausgelöst. Und erhitzt damit die Gemüter. Politiker verlangen nun, dass er als Uni-Dozent zurücktritt.Kevin Barrett ist Mitbegründer der «Muslim-Jewish-Christian Alliance for 9/11 Truth» (MUJCA). Die Gruppe fordert eine neue Untersuchung der Anschläge vor fünf Jahren. Barrett trat 1992 zum Islam über und provoziert mit einer brisanten Aussage: «Die Terroranschläge vom 11. September 2001 waren ein Inside Job.» Die US-Regierung habe die Anschläge geplant, die CIA sie ausgeführt, behauptet der 47-Jährige laut «Spiegel Online» und «CNN.com». So wollte man Gründe haben, um gegen den Terrorismus anzukämpfen.Barretts Argumente:Zwei Monate vor 9/11 habe Osama Bin Laden Besuch von einem CIA-Agenten erhalten. Durch das Feuer selbst hätten die Türme nicht zusammenstürzen können. Die angeblichen Todespiloten hätten gar keine Flugzeuge fliegen können. Der Kopf der Todespiloten, Mohammed Atta, sei kein islamischer Fundamentalist gewesen. Er habe Schweinefleisch gegessen und Kontakt zu Stripperinnen gehabt. Der wahre Bin Laden sei bereits seit 2001 oder 2002 tot. Die Videobotschaften seither seien gefälscht. Grund: Der Terroranführer sei auf der ersten Nachricht nach dem 11. September zu dick.Mit seinen Aussagen hat Barrett die Amerikaner in Aufregung versetzt, die Politiker entzürnt. Noch dazu unterrichtet Barrett laut «Spiegel Online» ab Ende August zum Thema «Kultur und Religion des Islam» an der Universität of Wisconsin-Madison. 61 Politiker aus dem Bundesstaat Wisconsin – davon 60 Republikaner – wollen, dass der Uni-Dozent seinen Job kündige. Er dürfe seine Position nicht dazu benutzen, seine Ansichten in den Vordergrund zu rücken. In einer Resolution wurde die Uni dazu gedrängt, den kontroversen Lehrer zu entlassen.Doch an der University of Wisconsin-Madison hat man für diesen Protest kein Verständnis. «Wir können nicht zulassen, dass politischer Druck von Kritikern unpopulärer Ideen den freien Austausch von Meinungen verhindert», erklärte der Verwaltungschef der Universität, Patrick Farrell. Und die Studenten könnten sich ihre eigene Meinung bilden. «Wissen wächst, wenn man über Meinungen streitet», so Farrell.Brisant: Kevin Barrett scheint mit seiner These vermehrt Unterstützung zu bekommen. «CNN.com» führte ein Voting durch. Bisher unterstützen 58 Prozent der Teilnehmer seine Aussage.

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