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Die Uhr tickt: Bis am Mittag müssen die Koalitionspartner in Griechenland die vorgeschlagenen Sparplänen zustimmen. Wenn diese Entscheidung fallen würde, wäre es zeitlich noch möglich, dass die Euro-Arbeitsgruppe in Brüssel über die Absichtserklärung beraten könne, sagte ein Sprecher der sozialistischen Pasok-Partei gestern.
Obwohl sich die drei Parteien gestern Sonntag auf Kürzungen im Umfang von 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts einigten, steht ein Ja zu wichtigen Forderungen der EU, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds noch aus.
Morgen Streik
Dabei geht es unter anderem um den Mindestlohn und Hilfen für den angeschlagenen Bankensektor. In der Nacht sollten die Verhandlungen fortgesetzt werden.
Die Regierungsparteien Griechenland fürchten sich vor den Reaktionen der Wähler als Folge weiterer Einsparungen. Für morgen Dienstag planen Gewerkschaften bereits Streiks. Im April stehen die Parlamentswahlen an.
Ackermann warnt
Auch Josef Ackermann schaltete sich ein. Der Deutsche-Bank-Chef warnte eindringlich vor einer Insolvenz Griechenlands und einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone.
Euro-Gruppe-Chef Jean-Claude Juncker pochte auf einen stärkeren Reformwillen. Dabei schloss er eine Staatspleite Griechenlands nicht mehr aus. Auch am Sonntag wurde hinter verschlossenen Türen Stunde um Stunde über die Umschuldung und ein Hilfspaket für Griechenland verhandelt: ein zweites Rettungspaket über 130 Milliarden Euro und eine Verringerung der Schuldenlast um 100 Milliarden Euro. (SDA, map)
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