Highnoon Ultimatum für Griechenland bis Mittag

ATHEN - Die internationalen Kreditgeber haben Griechenland ein Ultimatum gestellt. Bis heute Mittag müssen die Koalitionsparteien mitteilen, ob sie die Sparauflagen akzeptieren.

  • Publiziert: 06.02.2012

Die Uhr tickt: Bis am Mittag müssen die Koalitionspartner in Griechenland die vorgeschlagenen Sparplänen zustimmen. Wenn diese Entscheidung fallen würde, wäre es zeitlich noch möglich, dass die Euro-Arbeitsgruppe in Brüssel über die Absichtserklärung beraten könne, sagte ein Sprecher der sozialistischen Pasok-Partei gestern.

Obwohl sich die drei Parteien gestern Sonntag auf Kürzungen im Umfang von 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts einigten, steht ein Ja zu wichtigen Forderungen der EU, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds noch aus.

Morgen Streik

Dabei geht es unter anderem um den Mindestlohn und Hilfen für den angeschlagenen Bankensektor. In der Nacht sollten die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Die Regierungsparteien Griechenland fürchten sich vor den Reaktionen der Wähler als Folge weiterer Einsparungen. Für morgen Dienstag planen Gewerkschaften bereits Streiks. Im April stehen die Parlamentswahlen an.

Ackermann warnt

Auch Josef Ackermann schaltete sich ein. Der Deutsche-Bank-Chef warnte eindringlich vor einer Insolvenz Griechenlands und einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone.

Euro-Gruppe-Chef Jean-Claude Juncker pochte auf einen stärkeren Reformwillen. Dabei schloss er eine Staatspleite Griechenlands nicht mehr aus. Auch am Sonntag wurde hinter verschlossenen Türen Stunde um Stunde über die Umschuldung und ein Hilfspaket für Griechenland verhandelt: ein zweites Rettungspaket über 130 Milliarden Euro und eine Verringerung der Schuldenlast um 100 Milliarden Euro. (SDA, map)

Kommentare (9)

  • julien  muller , basel
    in jedem Club, Verband, Verein oder wo auch immer wird ein Mitglied dass so unkorrekt gegen die Regeln verstösst ausgeschlossen und muss sich dann selbst um sich kümmern, dies wäre auch hier möglich ohne dass der "Club" auseinanderbricht"
    • 07.02.2012
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  • Jolanda  Walser , Gretzenbach
    Und gleichzeitig ist kein Geld vorhanden um Arbeitslose und Obdachlosen ein Dach über dem Kopf zu finanzieren. Diese Welt ist nur noch traurig.
    • 06.02.2012
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    • Fred  Bartlome
      Jahrelang schamlos profitieren, auf Kosten anderer ein geruhsames und sorgenfreies Leben zu geniessen und nachtraeglich die hohle Hand machen - diese Rechnung geht nirgends mehr auf auch in Europa nicht mehr.
      • 06.02.2012
      • als Kommentar auf Jolanda  Walser , Gretzenbach
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  • Abbas   Schumacher , Glaibasel
    Solange nicht ganz Griechenland hinter der Regierung steht und jeder begreift dass es die Sparübungen nach so langer Vetternwirtschaft braucht, würde eine allerletzte Warnung reichen und dann Griechenland bankrott gehen lassen. Ist doch ein Fass ohne Boden dieses Land.
    • 06.02.2012
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  • carlos  zapato , St. Gallen
    Die bisherigen Auflagen wurden nicht mal umgesetzt und jetzt kommen schon die nächsten? Alles nur Lippenbekenntnisse. Die Griechen sind unwillig und uneins. Da sind Staat und Volk wie Magnete, die eigentlich zusammengehören, sich aber gegenseitig abstossen.
    • 06.02.2012
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  • Distel  Zimmermann , Kloten
    Hilfe für den Bankensektor - und das Volk????
    Aus der Eurozone - in der EU bleiben - den Selbstaufbau vorantreiben vor allem Hotels à jour halten für Touristen. Solarstrom vorantreiben und Wissenschaft und Forschung vorantreiben.
    Doch die Gemütlichkeit der Griechen muss erhalten bleiben.
    ewz
    • 06.02.2012
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