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Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet damit, dass es sich bei den Erkrankungen in der Ukraine vorwiegend um Schweinegrippe handelt. Weil das H1N1-Virus weltweit zum dominanten Influenza-Stamm wurde, geht die WHO davon aus, dass es auch auch die meisten ukrainischen Grippefälle ausgelöst hat.
Die genaue Zahl der nachgewiesenen Schweinegrippe-Todesfälle ist aber unklar. Nach WHO-Angaben laufen noch viele Nachweisverfahren. Der Fernsehsender «Fünfter Kanal» berichtete von 93 Grippe-Toten.
«Epidemie» vs «wenige Fälle»
Machtkämpfe vor der Präsidentenwahl führen zu widersprüchlichen Informationen über das Ausmass der Schweinegrippe (Blick.ch berichtete). Während Staatschef Viktor Juschtschenko von einer Schweinegrippe-Epidemie sprach, wollte Regierungschefin Julia Timoschenko mit Angaben über «wenige Fälle» wohl eine Panik verhindern.
Weil die Ukraine kein Geld zur Bekämpfung der Epidemie hat, haben mehrere Länder bereits Hilfe geleistet oder angekündigt. Die Ex-Sowjetrepublik hat für die nächsten drei Wochen alle Kindergärten und Bildungsstätten geschlossen sowie Massenveranstaltungen verboten.
WHO schaut genau hin
Der Ausbruch in der Ukraine könne Aufschluss darüber geben, wie sich das pandemische H1N1-Virus in der nördlichen Hemisphäre während der Wintermonate verhalte, teilte die WHO mit. Sie empfahl bei Krankheitssymptomen dringend die Behandlung mit Anti-Viren-Medikamenten. (SDA/dip)