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Schweinegrippe: Ukraine fürchtet um nationale Sicherheit

KIEW – Präsident Viktor Juschtschenko hat die internationale Staatengemeinschaft zu Nothilfe im Kampf gegen die Schweinegrippe in der Ukraine aufgerufen.

Aktualisiert um 08:04 | 02.11.2009
Maskiert gegen das Grippevirus: Ukrainische Polizisten erledigen den Papierkram nach einem Autounfall in Lemberg. (Reuters)
Maskiert gegen das Grippevirus: Ukrainische Polizisten erledigen den Papierkram nach einem Autounfall in Lemberg. (Reuters)
Die Ukraine könne der Gefahr des H1N1-Virus nicht aus eigener Kraft der Gefahr entgegentreten, erklärte Juschtschenko gestern in Kiew. Er appelliere daher an die «Freunde und strategischen Partner» der Ukraine, zu helfen.

Dazu hätten die Behörden eine Liste mit Medizin und Ausrüstung erstellt, die zur Bekämpfung der «Epidemien» nötig sei. Der Hilferuf richtet sich an die USA, die Europäische Union, die Nato und die Nachbarländer der Ukraine.

190´000 Infizierte, 60 Tote

Das Gesundheitsministerium erklärte, es seien bislang 60 Menschen an der Grippe und an Atemwegserkrankungen gestorben. Genaue Angaben über die Zahl der Menschen, die dem Virus H1N1 erlagen, wurden nicht gemacht. Bislang wurden vier Schweinegrippe-Todesfälle offiziell bestätigt.

Ukrainischen Angaben zufolge sind mehr als 190´000 Menschen im Land an der Schweinegrippe erkrankt, die meisten von ihnen im Westen des Landes. Von den etwa 7500 Betroffenen, die in Spitälern behandelt werden müssen, befinden sich etwa 100 auf der Intensivstation.

16 Tonnen Tamiflu aus der Schweiz

Polen und die Slowakei hätten bereits auf den Aufruf reagiert, teilte Kiew mit. So habe die Slowakei 200´000 Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt. Regierungangaben zufolge bestellte die Ukraine in der Schweiz zudem 16 Tonnen des Grippemedikaments Tamiflu, der Vorrat solle für einen Monat reichen.

Am Freitag hatte Regierungschefin Julia Timoschenko wegen der Schweinegrippe die Schliessung aller Schulen für mindestens drei Wochen angeordnet. (SDA)
Das sagen Blick.ch-Leser
wieland jürg, kiev - 14:56 | 02.11.2009
» Hier in Kiev herrscht Panik. Die Apoteken sind leergekauft es hat keine Masken und Medikamente. Alle Schulen, Kindergärten und Universtäten sind geschlossen. Alle Veranstaltungen wie Konzerte, Kino und Teater sind verboten.
CHREGEL WEBER, Mels - 10:01 | 02.11.2009
» Ich war auch schon dort die haben noch ganz andere Probleme die sie nicht bekannt geben
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