U-Bahn-Killer Hamin E. (28) Nur einen Tag vor Horror-Tat aus Psychi entlassen!

BERLIN/HAMBURG - Hamin E. (28) hat schon als Jugendlicher einen Mann erstochen. Immer wieder war er in psychiatrischen Kliniken untergebracht, auch kürzlich. Am 18. Januar wurde er wegen «fehlender akuter Fremdgefährung» entlassen – keine 24 Stunden später tötete er Amanda K. (†20).

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Sie ist schon fast zu Hause. Während sie am 19. Januar am Berliner Ernst-Reuter-Platz auf die U-Bahn wartet, tippt sie ein SMS für ihr Mami in ihr Natel. «Bin gleich zu Hause. Ich liebe dich.» Es sind die letzten Worte von Amanda K., kurz darauf ist sie tot. Hamin E. (28) stösst die Abiturientin grundlos auf die Gleise vor die einfahrende Bahn.

Der Hamburger mit irakischen Wurzeln ist der Polizei nicht unbekannt, bereits mit 14 Jahren stach er einen Mann nieder (BLICK berichtete). Damals war er noch fast ein Kind. Später er fiel er durch kleinere und grössere Delikte immer wieder auf, wurde schliesslich in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Besonders schockierend: Wie jetzt herauskommt, wurde er nur einen einzigen Tag vor seiner Wahnsinns-Tat wegen «fehlender akuter Fremdgefährung» entlassen. Eine fatale Fehleinschätzung.

«Eine Katastrophe»

Wie «Focus.de» berichtet, geht diese Information aus einer Antwort des Hamburgers Justizsenators Till Steffen auf eine paralamentarische Anfrage der FDP hervor. Zwischen dem 1. und dem 18. Januar sei Hamin E. «freiwillig» in der Psychi gewesen. «Von dort wurde er wegen fehlender Behandlungsgrundlage und fehlender akuter Eigen- oder Fremdgefährdung entlassen.»

«Der Justizsenator versucht, die Mitverantwortung seiner Behörde für den Tod der jungen Frau zu vertuschen», zitiert «Focus.de» die justizpolitische Sprecherin der Hamburger FDP-Fraktion, Anna von Treuenfels-Frowein. Ihr Kollege Richard Seelmaecker (CDU) nennt es «eine Katastrophe, dass der Staat in Konten unbescholtener Bürger einsehen darf, aber Behörden Daten eines offenbar psychisch labilen Straftäters nicht austauschen dürfen».

Es waren nicht einmal 24 Stunden, die in Berlin über Leben und Tod entschieden haben. Amandas Mutter Hoda K. (39) hat dieser eine Tag alles genommen. (lex)

Publiziert am 06.02.2016 | Aktualisiert am 06.02.2016
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  • Rolf  Kyburz , via Facebook 07.02.2016
    Macht mal die Psychologen und Behörden verantwortlich für Ihre "Taten", dann wären einige hinter Gittern.
  • Peter  Hans aus LU
    07.02.2016
    Wie viele Leute müssen noch sterben oder leiden bis diese möchtegern Gutachter zur Rechenschaft gezogen werden können. Ich fordere gleiche Haft oder Urteil für den welchen ihn Freigelassen hat hat. Wie der Täter selber erhält. 100 Prozent Mitschuld!!!!
  • Marco  Hanhart , via Facebook 07.02.2016
    Ob dieser Täter nun 1 Tag oder schon einige Wochen zuvor entlassen wurde spielt eigentlich keine Rolle, es ist und bleibt eine Tragödie, was da passiert ist.
    Dieser Fall zeigt aber auch wieder auf, dass die Forensische Psychiatrie halt noch immer in den Kinderschuhen steckt und die Damen und Herren Begutachter eigentlich null Ahnung haben ob jemand nun gefährlich ist oder eben nicht. Die einen behält man zu lange und zu unrecht in der Psychi und andere lässt man zu früh raus. Tragisch.
  • Armin  Bruesch aus Thusis
    06.02.2016
    Was geht bloss in den Köpfen solcher Gutachter vor? Sind diese am Ende noch kränker als der Patient? Schon der Erste Blick in das Gesicht des Täters jagt einen kalten Schauer den Rücken hinunter. Irren kann Menschlich sein aber - in diesem Fall grenzt das an grobe Fahrlässigkeit seitens der Gutachter.
  • Peter  Grelling aus Zürich
    06.02.2016
    Wie lange wird es noch dauern, bis wir auch unsere Justiz der neuen Gesellschaftsstruktur anpassen müssen? Für viele Ethnien sind unsere Realjustiz eine Einladung zu Vergehen. Kleinkriminalität wird noch knapp registriert mit erhobenem Zeigefinger. Bei gröbere Taten läuft die Sozialmaschinerie zur Umerziehung an. Es sind nicht alle Menschen charakterlich gut. Wir müssen zurück zur Abschreckung, die wirklich hart ist...