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Das Historischen Stadtarchiv von Köln liegt in Trümmern. Um 14 Uhr kracht das Gebäude plötzlich zusammen. Auch zwei Nebengebäude werden schwer beschädigt. «Es war wie ein Donner. Das Haus hat vibriert», beschreibt ein Augenzeuge auf Bild.de den Moment vor dem Einsturz.
Eine Kioskbesitzerin beschreibt den Einsturz gegenüber Spiegel.de: «Die komplette Kreuzung war in dunklem Nebel. Das sieht hier aus wie am 11. September.» Auf der Strasse im historischen Severinsviertel liegen zwischen riesigen Schuttberge, zerquetschte Autos, Möbel und Waschbecken. «Am Unglückshaus sieht es aus wie nach einem Erdbeben», so ein Polizeisprecher.
Spürhunde suchen nach drei Vermissten
Schnell sind die Rettungskräfte mit einem Grossaufgebot von rund 250 Helfern vor Ort. Im Moment suchen sie immer noch mit Spürhunden nach drei Vermissten.
Die Momente vor dem Einsturz waren dramatisch: Durch Geräusche und Risse kündigte sich das Unglück an. Die Menschen im Stadtarchiv wurden sofort aufgefordert, das Weite zu suchen. Den meisten gelang dies in letzter Sekunde.
U-Bahn-Bau als Ursache
«Ich sah, wie die Risse in dem Haus immer höher kletterten», sagte eine Augenzeugin dem Fernsehsender «n-tv», «die Fassade begann zu bröckeln und dann fiel alles ganz langsam in sich zusammen. Wie in einem Film.»
Schuld am Unglück soll nach ersten Erkenntnissen eine Baustelle der U-Bahn in der Kölner Südstadt sein. Nahe der Unglücksstelle sei ein grosser Kellerraum errichtet worden, teilten Feuerwehr und Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) mit.
In diesem unterirdischem Raum habe offenbar «irgendetwas nachgegeben», sagte der Feuerwehrchef. Dadurch sei das Erdreich unter dem Stadtarchiv gleichsam weggesackt.
Nach Angaben der Stadt mussten die Menschen in einem Umkreis von 150 Metern um die Unglückstelle ihre Häuser verlassen. Auch ein benachbartes Altersheim wurde am Abend evakuiert. (bih)