Twitter-Fehde Musical bricht Rekorde – dank Trump

NEW YORK CITY - Der Hype um das Musical «Hamilton» nimmt kein Ende. Ein Grund dafür sind Donald Trumps Schimpftiraden.

Brandon Victor Dixon, der Aaron Burr spielt im Musical «Hamilton», richtete sein Wort direkt an den baldigen US-Vizepräsident Mike Pence. play
Brandon Victor Dixon, der Aaron Burr spielt im Musical «Hamilton», richtete sein Wort direkt an den baldigen US-Vizepräsident Mike Pence. AP

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Das Broadway-Musical «Hamilton» hat in nur einer Woche 3,3 Millionen Franken eingespielt – ein neuer Rekord! Die Story handelt von Alexander Hamilton, dem ersten Finanzminister der USA. Aussergewöhnlich ist nicht nur die mehrheitlich afroamerikanische Besetzung, sondern auch deren Beziehung zu Donald Trump.

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imago/ZUMA Press

Die Fehde mit dem zukünftigen US-Präsidenten begann, als sein Vize Mike Pence Mitte November das Musical besuchte, schreibt «CNN». Der Schauspieler Brandon Dixon richtete sein Wort nach der Vorstellung direkt an Pence – vor Publikum und laufenden Kameras: «Wir hoffen darauf, dass die Show Sie dazu inspiriert hat, unsere amerikanischen Werte zu wahren und für uns alle zu regieren.»

Trump machte die Einlage stinksauer: Auf Twitter forderte er die Darsteller mehrmals auf, sich bei Pence zu entschuldigen. Und: Das Musical werde sowieso überschätzt.

Seine Unterstützer riefen zum Boykott der Show auf. Doch Trumps Propaganda bewirkte das Gegenteil: Letzte Woche wurde mit 988 Dollar der Rekord für das teuerste an einer US-Abendkasse gezahlte Theaterticket gebrochen.

Das Stück ist unter anderem mit elf «Tony»-Musicalpreisen, einem Grammy sowie dem Pulitzerpreis ausgezeichnet worden. (SDA/kra)

Publiziert am 30.11.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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2 Kommentare
  • P  Kern aus Zürich
    02.12.2016
    Trump hat bis jetzt alles richtig gemacht. Vielleicht ist dieser Mann doch nicht so schlecht, wie viele Feministinnen ihn vor den Wahlen gemacht haben. Auch seine Dankesrede - Tour durch Amerika zeigt wie volksnah und strategisch clever dieser Mann ist. Sowas hatte vor ihm bisher noch kein anderer US Präsident gemacht. Obwohl ich kein Trump Fan bin, verurteile ich ihn nicht vor seinem offiziellen Amtsantritt. Deshalb sollte man ihm ein paar Monate Zeit geben, bevor man über ihn herzieht.
  • Ernest  Blanco 30.11.2016
    Die Strategie von Polteri Trump, die inländische Wirtschaft anzukurbeln, scheint ja auch hier perfekt aufzugehen.