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Für die ARD hat die Verhaftung von Jörg Kachelmann in der Tagesschau keinen Platz. Nicht mal eine kurze knappe Meldung darüber wurde gesendet. Chefredakteur Kai Gniffke erklärte dies auf seinem Blog so: «Diese Promi-Krimi-Vorwurf-Mixtur hat in einer Tagesschau im jetzigen Stadium nix verloren.»
Dieser Ansicht ist offenbar auch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), der zur ARD gehört. In der Nachrichtensendung «MDR Aktuell» wurde über den Fall Kachelmann kein Wörtchen verloren. Auffällig dabei: Kachelmann war fast 10 Jahre lang Moderator der MDR-Talkshow «River Boat».
Dass dem MDR Kachelmann keine Meldung wert ist, findet der Rundfunkrat nicht akzeptabel. MItglied Bernd Müller-Kaller hat sich deswegen offiziell beschwert. Der Sender habe in seinen «MDR Aktuell»-Sendungen nicht über die Verhaftung berichtet, kritisierte Müller-Kaller. Er legte für den Verband Programmbeschwerde beim MDR ein, berichtet «Welt Online». Der Sender sei laut Staatsvertrag zur objektiven und umfassenden Berichterstattung verpflichtet.
Der MDR wehrt sich: Bei der Redaktion von «MDR Aktuell» habe man sich an der ARD orientiert. Der Sender teilte mit, «diesen Verdacht nicht als Nachricht aufzunehmen, sondern erst dann zu berichten, wenn relativ gesicherte Angaben vorliegen».
Bei der ARD fand der Fall Kachelmann nur im Boulevard-Magazin «Brisant» statt. Beim MDR wurde nur in einigen Radiosendern darüber berichtet. (num)
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Sorgt für Diskussionen: Jörg Kachelmann. (RDB)