Tunnel-Systeme bei Mossul IS-Krieger verkriechen sich wie die Ratten

MOSSUL - Die IS-Krieger verstecken sich in und um Mossul im Boden. Bilder der irakischen Armee zeigen weit verzweigte Tunnelsysteme, welche die Einheimischen für die Islamisten graben mussten.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Was Trump alles nicht weiss Wie viele Staaten waren noch mal in der Nato?
2 Öffentlicher Verkehr auf dem Handy Briten jagen Porno-Pendler
3 Anschlag auf Istanbuler Nachtclub mit 39 Toten Silvester-Attentäter...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
6 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

Die irakische Armee und ihre Verbündeten setzen den Vormarsch auf Mossul mit hoher Schlagkraft fort. Die Befreier-Allianz ist nur noch rund 20 Kilometer von der Millionenstadt im Norden Iraks entfernt.

Die IS-Kämpfer, welche die Stadt vor zwei Jahren erobert hatten, bereiten sich auf den Angriff vor. Sie haben ein gross angelegtes Tunnelsystem gebaut, in dem sie sich wie Ratten zurückziehen können.

Wohnraum und Bombenbunker

Irakische Soldaten haben in rückeroberten Ortschaften solche unterirdischen Gänge aufgespürt. Sie dienen den Besatzern als Wohnraum und Lager für Waffen und Bomben. Die Iraker fanden Matratzen, Bücher, Teetassen und eine Damen-Handtasche.

Joint Forces Battle To Retake Iraqi City Of Mosul From ISIS play
Getty Images

Stadtbewohner, die aus der IS-Hochburg Mossul fliehen konnten, berichteten, dass jede Strasse über einen geheimen Eingang zu den Katakomben verfüge. Diese Löcher eigneten sich gut für Scharfschützen, Granatenwerfer und Selbstmord-Attentäter.

Einheimische berichteten zudem, dass sie für die Dschihadisten Tunnels bauen mussten – für zwei Dollar Lohn am Tag.

Von den Hamas gelernt?

Der IS verfügt über Tunnelbau-Spezialisten. Sie haben ihr Handwerk möglicherweise bei den Hamas gelernt, die vom Gazastreifen aus zahlreiche unterirdische Verbindungen nach Israel und Ägypten erstellt haben. Die Tunnels des IS und der Hamas weisen ähnliche Strukturen auf.

Joint Forces Battle To Retake Iraqi City Of Mosul From ISIS play
Getty Images

Es wird für die irakische Armee eine grosse Knacknuss, die Tunnelsysteme in Mossul zu finden. Die Eingänge sind in der dicht gebauten Stadt gut getarnt und versteckt.

Die Iraker schliessen nicht aus, dass sich sogar der IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi in Mossul versteckt und ihm dank des Tunnelsystems die Flucht gelingt. (gf)

Publiziert am 30.10.2016 | Aktualisiert am 28.11.2016
teilen
teilen
6 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

2 Kommentare
  • Boris  Kerzenmacher 31.10.2016
    Von einer ethischen Bindekraft der in dieser Region herrschenden Religion ist weiterhin nichts zu bemerken. Da benutzen sunnitische Daesh-Leute des IS Zivilisten als menschliche Schutzschilder und ermorden diejenigen, die sich dazu nicht missbrauchen lassen wollen. Dazu wirft Amnesty international (AI) den schiitischen Milizen Kriegsverbrechen vor. Kurzum: Mossul lässt sich kaum mehr anders als eine Zone des zivilisatorischen Verfalls beschreiben.
    Ende!
  • Peter  Weber aus Zürich
    30.10.2016
    Wer schwach ist braucht Tunnels, das war auch in Vietnam so. Auch ISler sind keine Freunde des Heldentodes. Möglicherweise ist die IS eine überschätzte Gespenstertruppe, die gar nicht soviel Kampfkraft hat und deshalb mit Terror regiert.