Demo-Verbot wegen Ausnahmezustand Tränengas bei Terror-Gedenkmarsch in Ankara

Ein Jahr nach einem schwerem Terroranschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara hat die Polizei Tränengas und Wasserwerfer gegen Teilnehmer einer Gedenkveranstaltung eingesetzt.

Türkei: Polizei setzt Tränengas bei Terror-Gedenkmarsch in Ankara ein play
Die Polizei setzte Tränengas bei einem Gedenkmarsch in Ankara ein. TUMAY BERKIN

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Die Sicherheitskräfte hätten die Demonstranten am Montag so daran gehindert, sich vor dem Hauptbahnhof in Ankara - dem damaligen Tatort - zu versammeln, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Lediglich Verwandte würden vorgelassen. Der Gouverneur von Ankara hatte zuvor Demonstrationen unter anderem mit Hinweis auf den Ausnahmezustand verboten.

Vor dem Bahnhof hatten sich am 10. Oktober 2015 zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und mehr als 100 Menschen mit in den Tod gerissen. Die türkische Regierung macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für das Attentat verantwortlich, die sich jedoch nicht dazu bekannte.

Immer wieder Terror

Die Türkei wird wiederholt von Terroranschlägen erschüttert. Erst am Sonntag sprengte sich in der Provinz Hakkari ein Selbstmordattentäter der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK mit einem Kleinlaster vor einem Kontrollpunkt der Gendarmerie in die Luft.

Der Provinzgouverneur korrigierte die Opferzahl am Montag nach unten. Der Attentäter habe 15 und nicht 18 Menschen mit in den Tod gerissen, hiess es in einer Mitteilung. Zehn davon seien Soldaten, fünf Zivilisten, darunter ein iranischer Staatsbürger. (SDA)

Publiziert am 10.10.2016 | Aktualisiert am 15.10.2016
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