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Die beiden hätten eine «freundschaftliche Unterhaltung» geführt, erklärte ein Sprecher des israelischen Präsidenten. Er wies aber kategorisch zurück, dass sich Peres entschuldigt habe. Zuvor hatte die türkische Nachrichtenagentur Anatolien eine solche Meldung verbreitet.
«Ich habe stets grossen Respekt für die Türkische Republik und für Sie als ihren Ministerpräsidenten empfunden», zitierten israelische Medien aus dem Telefongespräch. Er betrachte sich weiter als Freund der Türkei und ihres Regierungschefs, soll Israels Staatsoberhaupt betont haben.
«Mit dem Töten kennt ihr euch sehr gut aus»
Erdogan hatte gestern Abend im Streit um den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen und im Ärger über die Moderation einer Gesprächsrunde Davos wütend verlassen. «Mit dem Töten kennt ihr euch sehr gut aus», erklärte er an die Adresse der Israelis. Bei seiner Ankunft in Istanbul wurde er gefeiert. Tausende Demonstranten versammelten sich heute Morgen am Flughafen.
Erdogan sagte später in Istanbul, wer bei Gräueltaten nur zuschaue, mache sich auch schuldig. Er werde sich aber nicht in die antisemitische Ecke stellen lassen. Schliesslich kritisiere er ausschliesslich die israelische Regierungspolitik, nicht aber das israelische Volk oder die Juden.
In der Gesprächsrunde hatte er darauf bestanden, direkt auf einen emotionalen Redebeitrag von Peres reagieren zu können. Peres hatte deutlich länger als andere in der Runde geredet und Erdogan direkt angesprochen. Der Moderator erlaubte Erdogan aber keine unmittelbare Reaktion. (SDA)
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Erdogan (links) tobt - Peres hört zu. (AP)