Zahlen des Schreckens

  • Publiziert: 26.12.2005, Aktualisiert: 03.01.2012

BANDA ACEH (Indonesien) – Ein Jahr nach der tödlichen Flutwelle bleiben Trauer – und erschreckende Zahlen zurück. 229000 Menschen wurden durch die Naturkatastrophe getötet. Am schwersten betroffen ist Indonesien mit 168000 Toten und Vermissten. In Sri Lanka starben 35000 Menschen, in Indien gelten über 16000 als tot oder vermisst. Thailand hat 5395 Tote zu beklagen, 2436 davon waren ausländische Touristen. Unter den Tsunami-Toten sind 107 Schweizerinnen und Schweizer. Fünf werden weiterhin vermisst.Die Hilfsorganisation Oxfam schätzt, dass ein Jahr nach der Katastrophe gerade mal ein Fünftel der 1,8 Millionen gezählten Obdachlosen eine dauerhafte Bleibe gefunden haben.Insgesamt kamen nach dem Tsunami Hilfszusagen aus aller Welt in Höhe von rund 16,9 Milliarden Franken von Regierungen, Hilfsorganisationen und Privaten zusammen. Nach Angaben der Uno sind davon 9,1 Milliarden bereits an die Bedürftigen weitergeleitet worden. Die Schweiz setzt für Nothilfe und Wiederaufbau bis 2007 gegen 35 Millionen Franken ein. Die Sammelstiftung Glückskette erhielt 226 Millionen. Davon wurden bisher 122 Mio. Franken für 90 Projekte bewilligt. Weitere Projekte sind in Abklärung. Gemäss dem Kinderhilfswerk Unicef waren von der Katastrophe 1,5 Millionen Kinder betroffen, mehr als 30000 verloren durch die Flutwelle beide Eltern. Der wirtschaftliche Schaden gilt nach westlichen Massstäben als relativ niedrig, weil praktisch keine grösseren Industriegebiete betroffen waren. In einigen Regionen wurde durch die Katastrophe trotzdem fast die ganze wirtschaftliche Basis zerstört. Insgesamt werden die Verluste der betroffenen Länder auf über 13 Milliarden Franken geschätzt. Der Tsunami richtete wahrscheinlich grossen Schaden in den fast 3500 Quadratkilometern Mangroven-Wäldern von Aceh an, Uneinigkeit herrscht jedoch über den Zustand der Korallenriffe vor der Westküste: Manche sprechen von deren völliger Vernichtung, während andere Berichte davon ausgehen, die Korallen seien heil davongekommen. In Thailand gehen Biologen davon aus, dass 13 Prozent der Korallenriffe schwer beschädigt wurden.

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