Wie viele Schweizer starben in Phuket?

  • Publiziert: 27.12.2004, Aktualisiert: 03.01.2012

BERN – Aussenministerin Micheline Calmy-Rey geht davon aus, dass sich auch Schweizer unter den offiziell 24000 Opfern der Flutkatastrophe befinden.

Die Todesfälle werden vor allem im thailändischen Ferienparadies Phuket vermutet. Personen seien zwar noch keine identifiziert, jedoch gebe es Augenzeugenberichte, wonach einige Schweizer ihre Leben verloren hätten. Noch immer werden rund 1000 Personen aus der Schweiz gesucht. Dazu kommen eine unbekannte Zahl von Individual-Touristen.

Vier Experten zur Personenidentifikation sind nach Thailand unterwegs, sagte Botschafter Peter Sutter. Allerdings stellt die Identifikation der Leichen in vielen Fällen ein Problem dar. Viele der toten Touristen werden an den Stränden angeschwemmt – ohne Ausweise oder Papiere.

Unterdessen werden die Opfer in Massengräbern beigesetzt. Augenzeugen berichteten von Leichen, die auf Bäumen und zwischen Felsen hingen. An den Stränden Südost-Indiens türmen sich Leichen und Tierkadaver.

Experten der Uno befürchten, dass die Zahl der Todesopfer noch erheblich steigen wird. «Wir müssen davon ausgehen, dass viele der tausenden Vermissten tot sind». Zudem seien die Trinwasser Ressourcen für mehreren Millionen Menschen zerstört worden. Dies könnte lebensgefährliche Magen- und Darmkrankheiten zur Folge haben.

Besonders hart getroffen hat die Flutwelle die in der Nähe des Epizentrums liegende indische Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren, die seit der Flutwelle wie ausgestorben wirkt. Bereits wurden 3000 Opfer geborgen. Weitere 30000 Menschen gelten als vermisst.

Opferzahl steigt und steigt

Die Zahl der Erdbebenopfer könnte auf mehr als 40000 Tote ansteigen. Der indonesische Vizepräsident glaubt, dass nur schon in seinem Land bis zu 25000 Menschen ums Leben gekommen sind. Das Rote Kreuz registrierte rund um den Indischen Ozean in allen beteiligten Ländern bis jetzt insgesamt 23700 Todesopfer.

Viel mehr tote Touristen in Thailand

In Thailand sind viel mehr Touristen umgekommen als bisher angenommen. Der stellvertretende Innenminister spricht von 700 ausländischen Opfern. Die Nationalität der Toten ist noch nicht bekannt.

Anrufen und spenden

Das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat einen Krisenstab eingerichtet. Besorgte Angehörige können sich unter der Nummer 031 325 33 33 an das EDA richten.Auch die drei Reiseveranstalter TUI, Kuoni und Hotelplan haben eine gemeinsame Telefon-Notnummer für Angehörige eingerichtet: 01 283 39 99.Die Glückskette sammelt für die Opfer. Spenden können Sie auf das Konto 10 – 15 000 – 6 mit dem Vermerk «Seebeben Asien».

Top 3

1 Von Florian Ast bis Marc Sway Wir singen für die Opferbullet
2 Heute im Blick Die Schweiz ist stolz auf euch!bullet
3 Sind es 60'000 Tote?bullet

Ausland