Tsunami brachte Eheglück

  • Publiziert: 27.12.2005, Aktualisiert: 03.01.2012

PHUKET – Der Tsunami brachte Tod und Verderben. So lag auch Ron Bombiger danach verletzt in einem Spital. Eine Ärztin kümmert sich um ihn. Nun hat er sie geheiratet.

Die Ärztin Dorit Nitzan leistete einen Freiwilligeneinsatz und half mit, auf Phuket Tsunami-Verletzte zu versorgen. In einem Bett lag auch Ron Bombiger. Er hatte eine schwere Verletzung am Bein. Diese zog er sich zu, als der Tsunami sein Hotel zerstörte.

Der Israeli war von seiner Landsfrau, die ihn heilte, dermassen angetan, dass er ihr noch im Spital einen Heiratsantrag machte. Mit Erfolg: Jetzt, genau ein Jahr nach der Todeswelle, haben sie dort geheiratet, wo sie sich erstmals getroffen haben.

Sind die Hotels gegen neue Tsunamis gerüstet?

Der Thailänder Smith Thammasaroj ist stellvertretender Leiter des Nationalen Zentrums für Katastrophenwarnung. Er hatte schon sieben Jahren vor dem tödlichen Tsunami an Weihnachten 2004 davor gewarnt, dass viele Strände seines Landes von einer riesigen Flutwelle überschwemmt werden könnten.

1998 habe er als damaliger Leiter des nationalen Wetteramtes gezielt auf die drohende Gefahr hingewiesen, sei jedoch als Panikmacher verschrien worden, beklagte sich Smith. Er wurde bald darauf in den Ruhestand versetzt. Nach dem Eintreten der von ihm vorhergesagten Katastrophe vor einem Jahr wurde ihm dann sein neues Amt angetragen.

Jetzt hebt Smith erneut den Warnfinger: So seien die Hotels immer noch nicht an das allgemein gut funktionierende nationale Warnsystem angeschlossen, bemängelte er heute auf der Ferieninsel Phuket. Zurzeit gebe es nicht einmal Richtlinien, welche Anweisungen den Gästen im Falle einer Bedrohung zu geben seien.

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