Ein Jahr nach dem Tsunami Tag der Tränen

  • Publiziert: 26.12.2005, Aktualisiert: 03.01.2012

PHUKET (Thailand) – Für viele ist der 26. Dezember ein Tag der Trauer: Sie haben vor einem Jahr ihre Liebsten verloren. Nun wurde den Opfern des Tsunamis gedacht.

Es sind bewegende Bilder, die aus Indonesien, Thailand, Sri Lanka und Indien um die Welt gehen. Eine der grössten Katastrophen hat am 26. Dezember 2004 das Paradies in eine Hölle verwandelt. Mindestens 229000 Menschen wurden von den Flutwellen in den Tod gerissen.

Der erste Jahrestag des Seebebens wurde in den betroffenen Gebieten zum Tag der Tränen. Punkt 08.16 Uhr (02.16 MEZ) läutete der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono in der Provinz Aceh mit der Sirene eines neuen Frühwarnsystems das Gedenken an die Katastrophe ein. Yudhoyono dankte der internationalen Gemeinschaft für ihre Unterstützung. Es gebe aber noch viel zu tun, betonte er. Die schwerste Naturkatastrophe in der modernen Geschichte löste eine bislang nie da gewesene weltweite Spendenbereitschaft aus. Nach Uno-Angaben kamen 13,6 Milliarden Dollar (17,68 Mrd. Franken) zusammen.

Das Seebeben der Stärke 9 auf der Richterskala hatte eine gigantische Flutwelle im Indischen Ozean ausgelöst. Banda Aceh, das dem Epizentrum am nächsten lag, war zuerst und am schwersten betroffen. Allein in Indonesien starben 168000 Menschen.

In Thailand, wo rund 5400 Menschen getötet wurden und fast 3000 weitere immer noch vermisst werden, nahmen zahlreiche Ausländer an den Veranstaltungen teil, um ihren Angehörigen und Freunden zu gedenken, die vor einem Jahr im Urlaub starben.

Rund 2000 Angehörige ausländischer Opfer und rund 5000 Thailänder beteiligten sich an Gedenkfeiern an den Stränden. Auch reisten nach Phuket (Blick Online berichtete). 107 Schweizer Staatsangehörige starben bei der Tsunami- Katastrophe. Fünf werden noch immer vermisst.

In Sri Lanka legte Präsident Mahinda Rajapakse in Peraliya einen Blumenkranz nahe der Stelle nieder, wo die Welle einen Zug unter sich begraben hatte. Fast alle tausend Passagiere kamen dabei ums Leben. Die Überlebenden wollen eine Lichterkette an der Küste bilden.

In Indien werden Denkmäler eingeweiht, die an die Katastrophe und ihre Opfer erinnern sollen. Auch in vielen anderen Ländern sind Gottesdienste und Schweigeminuten geplant sowie Besuche an den Unglückstränden, die für viele zum Grab wurden.

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