Schweigen für die Tsunami- Toten

  • Aktualisiert am 03.01.2012

BANGKOK – Massengebete und Schweigeminuten: In Indonesien, Thailand und Indien haben heute tausende Menschen der Opfer der Tsunami- Katastrophe gedacht.

Stephanstag 2004 – Unvorstellbar: 220000 Menschen werden von der Killer-Welle in den Tod gerissen. Am schlimmsten betroffenen war die indonesische Provinz Aceh auf Sumatra, wo alleine 168000 Menschen starben. Am Rande der Stadt Calang im ehemaligen Katastrophengebiet nahmen rund tausend Einwohner, Schüler und Regierungsvertreter an einer Gedenkveranstaltung teil. Indonesien: «Ich bin hierhergekommen, um mit anderen Einheimischen zu beten», sagte Alimudin, ein 61-jähriger pensionierter Beamter. «Ich bete für meine Frau und mein Kind, die beide durch den Tsnunami umgekommen sind.» In Thailand fanden in allen sechs betroffenen Provinzen ebenfalls Gedenkfeiern statt, die wichtigsten auf den am schwersten betroffenen Stränden von Phang Na, Phuket und Krabi.Am Strand von Phuket sassen etwa 200 Menschen aus Thailand und anderen Ländern still beisammen und hielten rote Rosen in den Händen, die sie nach der Zeremonie zum Gedenken an die Toten ins Meer warfen. Buddhistische Mönche begleiteten die Andacht mit Gesängen.In Thailand kamen durch den Tsunami rund 5400 Menschen ums Leben, darunter zahlreiche Touristen. In Indien kamen tausende indische Fischerfamilien zum Gedenken an den Stränden im Süden des Landes zusammen. In der Hauptstadt des besonders schwer getroffenen Bezirks Nagapattinam nahmen örtliche Politiker und Opferfamilien an einem Gedenkmarsch teil.Nach Behördenangaben kamen in Indien 12000 Menschen durch den Tsunami ums Leben. Viele Tsunami-Überlebende warten immer noch auf den Wiederaufbau ihrer Häuser. Auf Sri Lanka wurde in der südlichen Küstenstadt Matara eine sechsspurige Brücke über den Fluss Nilwala wiedereröffnet, die durch den Tsunami zerstört worden war. Präsident Mahinda Rajapakse weihte das 116 Meter lange Bauwerk ein, das mit finanzieller Hilfe von Südkorea errichtet worden war.Rajapakse legte um Punkt 9.25 Uhr Ortszeit zwei Schweigeminuten ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte die erste von zwei Riesenwellen den Inselstaat getroffen. Auf Sri Lanka kamen damals 31 000 Menschen ums Leben, rund eine Million wurden obdachlos. (SDA)

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