Das Drama ist unvorstellbar

  • Aktualisiert am 02.01.2012

BANGKOK/BERN – Die Schweiz muss erste Tote beklagen und die Uno spricht von der grössten Naturkatastrophe aller Zeiten. Die Tragödie in Südasien nimmt ein apokalyptisches Ausmass an.

Rund um den Indischen Ozean und mitten drin auf den Inseln schwindet die Hoffnung, noch Überlebende zu finden. Überall werden Massengräber ausgehoben. Mittlerweile sind insgesamt gegen 70000 Tote zu beklagen. Die Zahl steigt leider weiterhin laufend an.

Die Uno spricht von der «grössten Naturkatastrophe aller Zeiten» und kündigt die umfangreichste Hilfsaktion in ihrer Geschichte an. Regierungen in aller Welt sprachen bisher 150 Millionen Franken für Hilfsgüter.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey musste gestern die ersten Schweizer Toten vermelden: Es sind bisher 9 (Blick Online berichtete). Mit weiteren Opfern ist zu rechnen. Rund 100 sind verletzt. Von den 2200 Schweizer Feriengästen in der Region gab es mit 1700 bisher keinen Kontakt.

Das Reisebüro Globetrotter befürchtet: «Die Schweiz wird sehr stark betroffen sein.»

Ein Drama zeichnet sich für die skandinavischen Länder ab. In Thailand werden 1500 Schweden, 200 Finnen, 200 Dänen und mehrere hundert Norweger vermisst.

Die internationale Hilfe ist angelaufen. Die USA haben bereits 35 Millionen Dollar gesprochen. Die Schweiz ist mit 4 Expertenteams vor Ort. Diese werden weitere Schritte vorschlagen.

+++ Breaking News +++

11:30 – Indien weist jegliche Hilfe zurück!10:10 – 55 verletzte Schweizer befinden sich auf dem Rückflug von Thailand.10:08 – 5 Schwerverletzte fliegen mit der Rega heim.

Nun sind es schon 80'000 Tote

Indonesien: 40000Sri Lanka: 21715Indien: 17000Thailand: 1538Somalia: 110Birma: 90Malaysia: 65Malediven: 52Tansania: 10Seychellen: 3Bangladesch: 2Kenia: 1

Am 5. Januar ist nationaler Sammeltag

Bis gestern sind auf dem Spendenkonto der Glückskette schon gegen 2 Millionen Franken eingetroffen. Die Glückskette führt am 5. Januar einen nationalen Sammeltag für die Opfer der Flutkatastrophe durch. Spenden können Sie online oder per Einzahlungsschein auf das Konto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Seebeben Asien» einzahlen.

Help-Line

Das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) gibt besorgten Angehörigen von Südasien-Reisenden Auskunft unter 031 325 33 33.
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