Trump ist hässig auf den Boeing-Boss Ist der «Abschuss» der Air Force One eine Retourkutsche?

In einem Tweet hatte Donald Trump gefordert, bei Boeing den Auftrag für den Bau der neuen Air Force One zu stornieren. Offenbar fühlte er sich von einer Aussage des CEOs des Rüstungskonzerns beleidigt.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Trump macht ernst USA ziehen sich aus Handelsabkommen TPP zurück
2 Neue Hoffnung in Lawinen-Hotel Drei Hundewelpen lebend geborgen
3 Caroline Kennedy will in den US-Kongress Ist JFKs Tochter die...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
1 shares
16 Kommentare
Fehler
Melden

Der bald mächtigste Mann der Welt ist sauer. Sauer auf einen Giganten der US-Wirtschaft. Gestern Morgen griff der designierte US-Präsident Donald Trump den Rüstungskonzern Boeing frontal an.

Air Force One-Stornierung: Trumps Rache an Boeing-CEO? play
 

 

«Boeing baut eine brandneue 747 Air Force One für künftige Präsidenten, aber die Kosten sind ausser Kontrolle, mehr als 4 Milliarden Dollar. Auftrag stornieren!», wetterte er auf Twitter (BLICk berichtete).

Es ist keine Seltenheit, dass Trump über seine Social-Media-Kanäle über allen und jeden herzieht. Aber eine Attacke auf den grössten Exporteur der USA und Hersteller des legendären Präsidentenjets ist selbst für ihn aussergewöhnlich.

Empfindliche Reaktion auf Kritik

Auslöser für den Hass-Tweet waren denn offenbar auch nicht berechtigte Sorgen des zukünftigen Präsidenten über das Budget der Vereinigten Staaten, sondern eine persönliche Kränkung – darauf reagiert Trump besonders empfindlich.

Nur Minuten bevor der 70-Jährige seine Nachricht absetzte, veröffentlichte die «Chicago Tribune» einen Artikel, der mit der «launischen Trump-Regierung» hart ins Gericht ging.

Zu Wort kam darin auch Boeing-CEO Dennis Muilenburg, der Trumps jüngsten Konfrontationskurs gegenüber China kritisierte. Der sei für Boeing geschäftsschädigend, weil das Unternehmen alleine 2015 ein Drittel aller produzierten 737 nach China geliefert habe.

Air Force One-Stornierung: Trumps Rache an Boeing-CEO? play
Die Air Force One ist in die Jahre gekommen und muss ersetzt werden. Aber nicht zu jedem Preis, meint Trump.  Reuters

Zu viel für Trump: Nach dem Tweet verlieh er noch am Vormittag seiner Forderung mit einem Auftritt in der Lobby des Trump-Towers Nachdruck. «Wir wollen, dass Boeing viel Geld verdient, aber nicht so viel Geld», sagte er. 

«Bestes Flugzeug für den besten Präsidenten»

Für Boeing muss das ein Schock gewesen sein. Gestern reagierte das Unternehmen mit einem dürren Communiqué, in dem es klarstellte, dass der von Trump kritisierte Vertrag bislang nur über 170 Millionen Dollar laufe. Und überhaupt arbeite man daran, so das Unternehmen, «die besten Flugzeuge für den Präsidenten zum besten Wert für den US-Steuerzahler» zu liefern.

Doch da war der Schaden bereits angerichtet. Die Boeing-Aktie verlor vorübergehend fast zwei Dollar an Wert.

Immerhin das konnte Donald Trump egal sein. Er hat gemäss einem Sprecher all seine Anteile an dem Unternehmen, das er noch 2013 als «grossartig» bezeichnet hatte, bereits im Juni verkauft. (bau)

Publiziert am 07.12.2016 | Aktualisiert am 08.12.2016
teilen
teilen
1 shares
16 Kommentare
Fehler
Melden

16 Kommentare
  • R.  Egli 07.12.2016
    «Bestes Flugzeug für den besten Präsidenten»
    Das ist was ihn ärgert. Das Fliegerle wird 2024 ausgeliefert, ergo ist erst der dann amtierende Präsident der Beste.
  • Ronald  Schmid aus Miami
    07.12.2016
    Alle die hier gegen Trump wettern Obama verschwendete 10 Billionen und hat gar nichts errreicht, als mehr Volksverschuldung.

    Bei Jobs luegen die Regierungen auch staendig, wenn sie von 5 Prozent Unemployment reden, aber dann ist es eher 20 Prozent in Wirklichkeit.

  • Marco  Goby 07.12.2016
    Tipp zum Guten: Wenn dem Trump die Air Force One zu teuer ist, dann lasst ihn doch einfach zu Fuss gehen!!!

    Absolut schlimm: Ist noch nicht einmal im Amt und legt sich schon mit der halben Welt an! Würde ihm eine Abfuhr durch die Wahlmänner total gönnen, auch wenn dieses Szenario absolut unwahrscheinlich ist!
    • Beat  Schenker aus Lugano
      07.12.2016
      Das Problem zu Fuss dürfte es beinahe unmöglich sein das er die Kommandozentrale mit dem Informationssystem immer in der Nähe hat.
  • Landre  Marb , via Facebook 07.12.2016
    Solange es nicht ausartet wie bei Paulson-Fuld, bleiben die Milliarden an Boeing sicher garantiert. Trotz Globalisierung hängt in diesem Koloss von Unternehmen immer noch ein substanzieller Teil der amerikanischen Volkswirtschaft darin. "Make America great again" muss ja irgendwo Form annehmen.
    • Beat  Schenker aus Lugano
      07.12.2016
      Boing war die Einzige die sich 2009 beworben hatte. Airbus hat sich trotz Einladung geweigert, Grund vermutete Werksspionage da alle Konstruktionsdetails genannt werden miussten. Es ist übrigens ein Auftrag der übers Militär läuft.
  • Arthur  Furter 07.12.2016
    Bin dann mal gespannt welchen Kurzschluss Trump beim Blick ins Waffen Entwicklung Dossier durchzuckt.