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Das religiöse Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, rief seine seine Landsleute heute eindringlich zur Gewaltfreiheit auf. Er drohte mit seinem Rückzug, sollten die Tibeter in ihrem Streben nach Selbstbestimmung und Freiheit jemals zu den Waffen greifen.
Der Dalai Lama sagte nach Angaben seines Sprechers im nordindischen Dharamsala, wenn seine Landsleute dem Kurs der Gewaltfreiheit nicht mehr folgten, sehe sich der Dalai Lama ausserstande, Oberhaupt des tibetischen Volkes zu bleiben. Gleichzeitig wies der Dalai Lama Vorwürfe der Regierung in Peking zurück, für die gewalttätigen Unruhen in Tibet verantwortlich zu sein.
Chinesische Regierungsvertreter seien eingeladen, sich am Sitz der tibetischen Exilregierung in Dharamsala davon zu überzeugen, dass es keinerlei Verbindungen zwischen dem Dalai Lama und dem jüngsten Ausbruch der Gewalt gebe, sagte der Sprecher.
Anlass der Proteste war der 49. Jahrestag eines Aufstandes in der tibetischen Hauptstadt Lhasa gegen die chinesischen Besatzer (Blick.ch berichtete). Tibet wird seit dem Einmarsch der chinesischen Armee 1950 von der Volksrepublik China beherrscht. Die Regierung in Peking lehnt eine Autonomie der Himalaya-Region strikt ab. (SDA)
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Die Proteste im Tibet forderten bereits 99 Opfer. (AP)