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Der Schweizer Bundespräsident Hans-Rudolf Merz ist heute zu Gesprächen in die libysche Haupstadt Tripolis gereist.
Merz habe sich mit Premierminister Al-Baghdadi Ali al-Mahmoudi und Aussenminister Moussa Koussa getroffen, schreibt Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf offizielle Quellen in Tripolis.
Kommts auch zum Treffen mit dem libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi? «Wir hoffen es», sagt das Eidg. Finanzdepartement EFD gegenüber Blick.ch. Weitere Details könne man aber dazu noch nicht sagen. «Das muss jetzt diskret behandelt werden», heisst es lediglich beim EFD.
Die Beziehungen beider Länder sind in der Krise, seit die Genfer Behörden einen Sohn des libyschen Staatschefs vorübergehend festgenommen hatten.
Muammar al-Gaddafi nannte daraufhin die Schweiz die «Mafia der Welt» und sein Sohn Hannibal drohte an, unser Land mit einer Atombombe in Schutt und Asche zu legen. Libyen reagierte mit einer Reihe von Retorsionsmassnahmen, darunter einem Boykott der Öllieferungen und dem Abzug von Vermögenswerten aus der Schweiz.
Der Handel zwischen den beiden Ländern ist eingebrochen. Zwei Schweizer Geschäftsleute sitzen zudem seit einem Jahr mit einer Ausreisesperre in Tripolis fest. (SDA/spj)
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Im Krieg mit der Schweiz: Muammar al-Gaddafi. (AP)