Tote wegen Kältewelle in Europa Flüchtlinge leiden im griechischen Schnee

In Sommerzelten müssen Syrien-Flüchtlinge im verschneiten Lesbos ausharren. Auf der Balkanroute sterben sie den Kältetod.

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Der eiskalte Winter mit heftigen Schneefällen hält Südosteuropa im Griff. Leidtragende sind vor allem Obdachlose und Flüchtlinge. Auch in Polen herrscht Eiseskälte: Seit November sind hier 65 Menschen erfroren. Weitere 24 starben an Kohlenmonoxid-Vergiftungen wegen defekter Heizungen.

Auch auf der Balkanroute kostet die Kälte Leben: Dorfbewohner fanden in Bulgarien die Leichen zweier erfrorener Flüchtlinge. Ebenfalls gab in Italiens sieben Kältetote, die meisten von ihnen Obdachlose.

Unter der Schneelast eingebrochen

Selbst in Griechenland sorgten Temperaturen von bis zu minus 17 Grad und ungewohnt starke Schneefälle für Chaos.

Besonders hart traf es die Flüchtlinge auf den griechischen Inseln der Ostägäis. Weil auf Chios und Lesbos nicht genügend beheizbare Wohncontainer zur Verfügung stehen, campen dort viele Menschen in Sommerzelten im Freien.

Die Zelte sind mittlerweile eingeschneit, in den Lagern sei der Boden entweder eisig gefroren oder aber knöcheltief matschig. Zum Teil seien die Behausungen unter der Schneelast eingebrochen. Videoaufnahmen aus dem Flüchtlingslager Moira der Uno auf Lesbos zeigen die Misere. Dies, zwei Tage nachdem Jannis Mouzalas, der griechische Flüchtlingsminister, vor der Presse verkündete: «Es gibt keine Flüchtlinge oder Migranten mehr, die in der Kälte leben müssen.»

Publiziert am 09.01.2017 | Aktualisiert am 09.01.2017
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10 Kommentare
  • Beat  Steiner aus Zug
    10.01.2017
    german schnyder, Alex Grendelmeier, Christen Roland und Ernst Schwarz euch wünsche ich Sibirien in einem Zelt und nur mit der Kleidung der Flüchtlinge. Danke an alle Daumen nach unten und ihr könnt euch gerne an der Reise hinter den Ural anschliessen.
  • Markus  Engeler aus Ban Nong Sangna
    10.01.2017
    Diese globale Erwaermung wird immer schlimmer. Bald kann man zu Fuss ueber den vereisten Bospurus gehen.
  • Ernst  Schwarz 10.01.2017
    Ich sah auch andere Fotos vom gleichen Ort. Die Zelte waren alle leerstehend, teils offen gelassen, deswegen war auch Schnee im Innern, nicht zertrampelt. Die Leute waren vor dem Schneefall in andere Unterkünfte gebracht worden. Reine Propaganda! Und die Journalisten übernehmen unkritisch. Wie leider so oft. Auf aufmerksame Leser wirkt dies sehr negativ.
  • Urs  Hagen 09.01.2017
    Überall auf dieser Welt lernt man die 4 Jahreszeiten und auch in Syrien geht es gegen 0 Grad im Winter.
  • Sonja  Rajic , via Facebook 09.01.2017
    Liebe Hanna, endlich ein vernünftiger Beitrag! Ich stimme Ihnen von ganzem Herzen zu!