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Eine kleine Sonde an der Nase des Airbus. Eine so genannte Pitot-Sonde der Firma Thales aus der Baureihe AA. Sie könnte am Anfang der unglücklichen Verkettung stehen, welche die Passagiere in der Unglücksnacht in den Tod riss.
Die Fluggesellschaft Swiss reagiert nun auf den Absturz der Air-France-Maschine und ersetzt die Geschwindigkeitsmesser bei ihren Airbus A330-200. Auf den acht Flugzeugen würden die so genannten Pitot-Sonden ersetzt, sagte Swiss-Sprecher Franco Gullotti.
Swiss: 2007 gabs ein Problem mit der Sonde
Die Airbus A330-200 der Swiss seien mit den gleichen Sonden ausgestattet wie das vom Unfall betroffene Modell der Air France, sagte Gullotti. Die Massnahme sei freiwillig. «Wir wollen die Möglichkeit ausschliessen, dass es in Zukunft zu Beeinträchtigungen kommt», so Gullotti.
In den letzten zehn Jahren sei es nur einmal zu nachweisbaren technischen Problemen mit der Sonde gekommen. Im 2007 sei es in einem Gewitterregen zu einem Vorfall gekommen. Swiss habe ihn mit Airbus überprüft. Damals kam man zum Schluss, dass ein Einzelfall war.
Air France: Problem nicht ernst genommen?
Offenbar funktionierten die Geschwindigkeitsmesser im Airbus A330 und A340 schon länger nicht einwandfrei. Die Air France wusste davon – und warnte ihre Piloten in einem internen Memo bereits vor einem Jahr vor diesen Problemen. Von einer «beträchtlichen Zahl von Zwischenfällen» ist hier die Rede.
Zwei Piloten der Air France bestätigen die Echtheit des Memos, wie Spiegel Online schreibt. Und sie belasten ihren Arbeitsgeber schwer: Das Memo beweise, dass Air France schon seit dem letztem November von den Problemen gewusst habe, «die die Katastrophe von Flug A447 zu erklären scheinen».
Für die Verantwortlichen bei Airbus und Air France wird damit die Lage immer ungemütlicher: Eine Pilotengewerkschaft hat die Flugkapitäne sogar aufgefordert, ihre Arbeit im Cockpit eines Airbus A 330 oder 340 zu verweigern (siehe Video). (bih)