Todesstrafe für 9/11-Attacken?

  • Aktualisiert am 03.01.2012

WASHINGTON – Sechs Häftlinge des umstrittenen Gefangenenlagers Guntanàmo müssen sich wegen der Terroranschläge vom 11. September vor Gericht verantworten.

Unter den Verdächtigen befindet sich offenbar auch der mutmassliche Drahtzieher Khaled Scheikh Mohammed, berichtete die «New York Times». Während seinen Verhören wurde sogar zur Wasserfolter gegriffen, wie CIA-Chef Michael Hayden am Dienstag öffentlich eingestanden hatte. Die Militärjustiz ziehe für Mohammed den Antrag auf Verhängung einer Todesstrafe in Betracht, heisst es in dem Bericht der «NYT».

Waterboarding sei ausser gegen Mohammed auch gegen Abu Zubaydah und Abdel Rahim al-Nashiri eingesetzt worden, sagte Hayden vor dem Geheimdienstausschuss des Senats in Washington.

Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Louise Arbour, nannte Waterboarding Folter. Gemäss der entsprechenden Konvention ist die Anwendung von Folter unter allen Umständen verboten. Zubaydah und al-Nashiri zählen laut «NYT» zu den sechs Häftlingen, denen demnächst der Prozess gemacht werden soll.

Mohammed hat sich selbst als der Planer der Anschläge vom 11. September 2001 dargestellt, Abu Zubaydah gilt als enger Mitarbeiter von El-Kaida-Chef Osama bin Laden, El Nashiri soll hinter dem Selbstmordanschlag auf das US-Kriegsschiff «USS Cole» im Jahr 2000 im Jemen stecken. (SDA)

Insassen des Gefängnisses Guantanamo.- Keystone

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