Vasella Tier-Terroristen bekennen sich zu Anschlag

  • Publiziert: 06.08.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

BACH (A) – Militante Tierschützer machen Daniel Vasella das Leben zur Hölle. Fackelten das Haus des Novartis-Chefs ab. Und brüsten sich stolz mit der Tat.

«Es war nicht deine Woche Daniel, nicht wahr? Sei dir im Klaren: Das wird so weitergehen, bis du sämtliche Verbindungen zu Huntingdon Life Sciences (HLS) abbrichst. Wir werden dein Privatleben attackieren, wann immer es möglich ist. Wenn du denkst, es sei ein Spass, Tiere in deinem eigenen Wald in Österreich zu töten und sie in dein Jagdhaus zu bringen – wir werden es zerstören. Hast du weitere Hobbys, Daniel? Wir werden sie zerstören. Wir werden dein Leben zerstören. Denk daran: Mit HLS zu arbeiten, heisst, dass du es mit uns zu tun hast.»

Makabere Worte an Daniel Vasella. Ihnen vorausgegangen sind schlimme Taten. Zuletzt der Brandanschlag auf Vasellas Ferienhaus. Dazu bekennt sich jetzt eine militante Tierschutzorganisation. Sie nennt sich MFAH Austria, «Militant Forces against Huntingdon Life Science».

Die Terroristen beschreiben, wie sie das Haus des Novartis-Chefs angezündet haben. «Wir leerten 60 Liter Benzin an zwei Stellen rund ums Gebäude», berichten sie. Vor allem vor der hölzernen Haustür und der Holzgarage. Damit wollten sie die maximale Zerstörung des Hauses erreichen. Um ihre Tat noch zu unterstreichen, präsentieren sie ein Foto der Brandruine auf ihrer Homepage.

Daniel Vasella muss sich noch weitere Beschimpfungen gefallen lassen. Er wird als «reicher Mistkerl» bezeichnet, der mit dem eigenen Helikopter zum Ferienhaus fliegt. Und dass er an seinem Urlaubsdomizil Jagdtrophäen aufgehängt habe, «machte uns nur noch entschlossener», so die Tierschützer.

Das Ziel der Terroristen ist klar: «Lass HLS fallen – jetzt!», fordern sie Vasella auf. Und mahnen: «Wenn es brennen soll, dann wird es brennen!»

Das Tiroler Kriminalamt hat vom Bekennerschreiben im Internet Kenntnis genommen. Derzeit klärt die Behörde die Authentizität des Schreibens ab. Ob die MFAH Austria der Polizei als militante oder terroristische Gruppe bekannt ist, wird ebenfalls untersucht. (spj/SDA)

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