Bundestagswahl Tiefe Beteiligung – Wahltag lässt Deutsche kalt

  • Aktualisiert am 02.01.2012
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BERLIN – Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier und Guido Westerwelle haben ihre Zettel eingeworfen – die Mitbürger strömen jedoch nicht in Massen zu den Wahllokalen.

Die mit Spannung erwartete deutsche Bundestagswahl ist heute vielerorts zunächst nur schleppend angelaufen. Bei strahlender Herbstsonne gaben in vielen Bundesländern in den ersten Stunden weniger Wähler ihre Stimme ab als vor vier Jahren.

So hatten im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen nach Angaben der Landeswahlleiterin bis zum Mittag erst knapp 35 Prozent gewählt; 2005 waren es zu dem Zeitpunkt 39,83 Prozent. Auch in Berlin blieb die Wahlbeteiligung mässig.

Wegen des schönen Wetters wurde damit gerechnet, dass viele Bürger erst später ins Wahllokal gingen. Ausserdem wurde stärker als 2005 von der Briefwahl Gebrauch gemacht.

Insgesamt sind 62,2 Millionen Stimmberechtigte aufgerufen, über den politischen Kurs des bevölkerungsreichsten EU-Landes zu entscheiden. Nach allen Umfragen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU gute Chancen, im Amt zu bleiben.

Ungewiss ist, ob die Unionsparteien (CDU/CSU) gemeinsam mit den Liberalen (FDP) die von Merkel angestrebte «schwarz-gelbe» Mehrheit erringen werden. Ist dies nicht der Fall, gilt eine Neuauflage der bisherigen «schwarz-roten» Koalition von Christ- und Sozialdemokraten als wahrscheinlich.

Erste Prognosen zum Wahlausgang werden mit Schliessung der Wahllokale um 18.00 Uhr erwartet. Das vorläufige amtliche Endergebnis dürfte morgen früh vorliegen. Gleichzeitig mit der Bundestagswahl werden in Brandenburg und Schleswig-Holstein neue Landtage gewählt. (SDA/hhs)

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