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Auch in Katmandu, Nepal, wurden rund 30 protestierende Tibeter festgenommen. (AP)
Die Razzien begannen gestern Sonntag: Bewaffnete Chinesen gingen von Haus zu Haus und nahmen verdächtige Tibeter – insbesondere junge – fest. Dabei wurden die Leute auch geschlagen.
Das exiltibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD) berichtete heute aus Indien zudem, dass bereits alle früheren politischen Häftlinge aufgegriffen und wieder in Haft genommen wurden.
Wahllose Schüsse auf Demonstranten
Die Proteste hatten in Lhasa begonnen (Blick.ch berichtete). Am Wochenende griffen sie auf weitere Orte und Klöster in anderen Regionen des alten tibetischen Territoriums in den angrenzenden Provinzen Gansu, Sichuan und Qinghai über.
Nach einer Demonstration in Aba (Ngaba) in Sichuan seien acht Tote in das Ngaba Kirti Kloster gebracht worden, berichtete das TCHRD-Zentrum. Bewaffnete Sicherheitskräfte hätten «wahllos in die friedlich protestierenden Tibeter geschossen».
300 tibetische Studenten festgehalten
In Lanzhou, Hauptstadt der Provinz Gansu, demonstrierten rund 500 tibetische Studenten auf dem Gelände der North Western Nationality University. Chinesische Sicherheitskräfte gingen gegen die Demonstranten vor und hielten 300 von ihnen auf dem Gelände fest.
Von Zwischenfällen berichtete TCHRD auch aus zwei Orten im Kreis Maqu in Gansu: 1500 Tibeter hätten in der Kreisstadt Maqu ein Auto in Brand gesetzt. In Nyurla zerstörten 250 Tibeter die Türen von Amtsstuben, holten die chinesische Nationalfahne ein und hissten dafür die tibetische Flagge. (SDA/dip)