Terroristen hatten «Geldprobleme wie verrückt»: Rettete Schweizer Lösegeld die Al-Kaida?

DOHA (KATAR) - Sind Schweizer Geiseln doch mit Millionen freigekauft worden? Neue Informationen aus dem Jemen deuten darauf hin.

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Februar 2013: S.E. aus Bülach ZH ist wieder frei. Fast ein Jahr war sie von der Terrororganisation Al-Kaida als Geisel festgehalten worden.

Zuvor, im Jahr 2009, war das Ehepaar Gabriella und Werner Greiner aus Adliswil ZH von derselben Terrororganisation entführt worden und schliesslich freigekommen.

Warum gabs beide Male dieses Happyend? Etwa durch Schweizer Lösegeld in Millionenhöhe? Das hatte vergangene Woche die «New York Times» behauptet. Das Schweizer Aussendepartement (EDA) hat das dementiert.

«Säckeweise Cash» ...

Doch jetzt tauchen neue Informationen auf, die Zahlungen durch die Schweiz als plausibel erscheinen lassen. Die Freilassung von S. E. war mit Hilfe von Katar erfolgt, wie die «SonntagsZeitung» heute berichtet. Eberhardt wurde durch ein katarisches Flugzeug ausgeflogen, das EDA dankte Katar offiziell und ausdrücklich.

Brisant: Bei der Landung im Jemen waren einige gewichtige Gepäckstücke ausgeladen worden, «säckeweise Cash», wie zwei Augenzeugen gesehen haben wollen. Lösegeld aus der Schweiz?

... für Terroristen mit «Geldproblemen wie verrückt»?

Dazu würde passen, was der Aussenminister Jemens zu der Aktion damals sagte: «Was Katar da arrangiert hat, könnte uns ins Desaster führen.» Denn Al Kaida sei dringend auf Geld angewiesen, wie die «SonntagsZeitung» einen weiteren jemenitischen Politiker zitiert: Die Terroristen hätten «Geldprobleme wie verrückt». «Sie mussten schon Waffen verkaufen.»

Da wären die Millionen aus der Schweiz gerade recht gewesen. Also Rettung der Al Kaida durch Geld aus der Schweiz?

Schweizer Aussenpolitiker sind erstaunt über die Recherche der «New York Times», wonach das EDA für die Freilassung von Geiseln in Mali 2009 über 11 Millionen Franken gezahlt haben soll.

«Es ist schwer zu hoffen, dass die parlamentarische Kommission nicht mehrmals angelogen wurde», sagt SVP-Nationalrat Roland Büchel letzte Woche gegenüber Blick.ch. Eine Lösegeldzahlung wäre laut dem SVP-Politiker eine Katastrophe. «Wer einmal bestechlich ist, wird zur Milchkuh». Und das dürfe man zu allerletzt für eine Organisation wie Al Kaida werden. Man müsse man wohl «auch die Entwicklungshilfe der letzten fünf Jahre in Mali genau auf versteckte Zahlungen überprüfen.» (snx)

Publiziert am 03.08.2014 | Aktualisiert am 16.10.2014
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  • rolf  sulzer 03.08.2014
    das volk wird immer aufsässiger und lässt uns beamte bald nicht mehr ungestört "arbeiten" dieses penetrante hinterfragen der behördenarbeit wird zu einer echten plage.
  • Edy  Breuss aus Wettingen
    03.08.2014
    Endlich kommt Licht in dieses "dunkle Spiel"
    Hoffe, dass jetzt bis zum "Z" alles neu aufgerollt wird. Am Ende möchte ich Namen von Verursacher lesen können. In diesem Fall wurde das Portokässeli vom Steuerzahler doch etwas zu grob geplündert.
  • hugo  hermann aus basel
    03.08.2014
    Ich dachte es hiess es wird nie mit geiselnehmern verhandelt ?
    Wie kommt dass, das die schweiz millionen für terroristen und andere länder ausgibt, aber gleichzeitig heisst es wir haben kein geld für unsere ahv ? irgendwas stimmt doch nicht.
  • Michael  Rudolf 03.08.2014
    Wie auch immer es war, die Terroristen werden immer behaupten Lösegeld sei bezahlt worden um die Position der westlichen Länder zu schwächen - und die von den Zeitungen widergegebenen Vermutungen helfen den Terroristen bei deren falschem Spiel.
  • Felix  Meier aus Domodossola
    03.08.2014
    Und was passiert, wenn sich herausstellt, dass bezahlt wurde? NICHTS!
    Also wieso diese Aufregung?