Terror in Brüssel So will sich Europa sicherer machen

Nach den tödlichen Anschlägen von Brüssel fragen sich Spitzenpolitiker: Wie kann man solche Attacken künftig verhindern?

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Europa ist in Alarmbereitschaft. Nach den Anschlägen in Brüssel hat der ganze Kontinent die Sicherheit an Flughäfen, Bahnhöfen und im öffentlichen Verkehr erhöht. Auch am Flughafen Zürich markierte die Kantonspolizei Zürich gestern Präsenz: In den Terminals waren Dutzende von Beamten im Einsatz.

Diese Reaktion ist nach Terroranschlägen üblich, doch bald wird in Europa wieder Normalität einkehren. Es stellt sich die Frage: Sollen diese erhöhten Sicherheitsmassnahmen zumindest teilweise zu der neuen Normalität gehören? 

Dies werden die Sicherheits-Minister der EU-Staaten an einem Sondertreffen besprechen, das bereits am Donnerstag stattfinden könnte. Belgien hatte darum gebeten. Bereits nach den Anschlägen in Paris hat ein solches Meeting stattgefunden.

Switzerland Belgium Attacks play
Polizisten am Flughafen Zürich. AP

Kontrollen beim Flughafen-Eingang

Eine Forderung, die nach den Selbstmordattentaten im Brüsseler Flughafen Zaventem laut wird, ist die nach schärferen Eingangskontrollen. «Zwei Terroristen, die das Terminal mit Sprengstoff betreten, das ist zweifellos ein kolossales Versagen», sagt Pini Schiff, ehemaliger Sicherheitschef des Flughafens Ben Gurion in Tel Aviv zu «Reuters».

In Tel Aviv und einigen weiteren Flughäfen, etwa in der Türkei, werden Passagiere bereits am Eingang kontrolliert. Mit einer solchen Massnahme könnten Anschläge in der Terminalhalle, wie sie in Brüssel geschehen sind, verhindert werden, lautet das Argument.

Ob solche Kontrollen in der Schweiz auch ein Thema sind, lässt das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) auf Anfrage des «Tages-Anzeigers» offen. Experten zeigen sich generell skeptisch. So sagt Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen, zur «Welt»: «Ich warne vor realitätsfernen und unpraktikablen Schnellschüssen, wie etwa Sicherheitsschleusen bereits am Flughafeneingang.»

Mit vorgelagerten Sicherheitskontrollen werde «nichts gewonnen, sondern ein mögliches Anschlagsziel mit Menschenschlangen nur räumlich verlagert», sagt Beisel. Tatsächlich kann sich ein Land mit solchen Massnahmen nicht gänzlich schützen. In Israel gibt es immer wieder Anschläge auf Nahverkehrs-Busse.

Besserer Datenaustausch

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Was am EU-Sondertreffen bestimmt auch angesprochen wird, ist ein besserer Datenaustausch zwischen EU-Staaten. Das fordert unter anderem der deutsche Innenminister Thomas de Maizière. Es gebe immer noch getrennte Datentöpfe der Ausländerbehörden, der Visa-Behörden, der Polizeibehörden, der Nachrichtendienste», sagte de Maizière im ZDF. Diese Daten müssten besser miteinander verknüpft werden. «Es kann nicht sein, dass Datensilos Vorbeugung verhindern.»

Andere deutsche Politiker stimmen ähnliche Töne an. Der CDU-Europapolitiker Elmar Brok etwa fordert eine bessere Zusammenarbeit: «Es muss endlich Schluss sein mit der Geheimniskrämerei der nationalen Geheimdienste und Sicherheitsbehörden in Europa», sagte er zur Nachrichtenagentur DPA. (rey)

Publiziert am 23.03.2016 | Aktualisiert am 23.03.2016
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BLICK trifft Augenzeugen des Terrors in Brüssel «Wir waren einfach nur schockiert»

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43 Kommentare
  • Christian  Müller aus Tuggen
    24.03.2016
    Bevor wir die, durch unsere Vorfahre hart erkämpften Freiheiten aufgeben, wird vorher das ganze Multikulti Projekt inklusive Religionsfreiheit aufgegeben. Meine Meinung, möge jeder sehen wie er will.
  • Martin  Arnold aus Derendingen
    24.03.2016
    Kurzfristig gibt es keine Lösungen, nur langfristig. Der Westen, USA, Europa,mischt sich nicht in Angelegenheiten ein die ihn nichts angehen. Dann mischen sie sich auch nicht in unsere Angelegenheiten. Sie wollen unseren Lebensstil und unsere (falschen) Weisheiten nicht! Nur nachhaltiges Business.
    Zitat von Sir PeterUstinov: Terror ist der Krieg der Armen, Krieg ist Terror der Reichen!
    Das bringt es auf den Punkt! Wir kennen den Weg. Leben und leben lassen. Akzeptanz, Toleranz......
  • Karl Stefan  Friedl aus Patong
    24.03.2016
    In Phuket wird jeder beim Eingang kontrolliert, Gebäck zum röntgen und Körber zum Scannen. Keiner kommt ohne Kontrolle rein. K.St.F
  • Chris  Patton aus Biel
    24.03.2016
    Herr Hutter hat etwas vom schlausten geschrieben was ich je im Blick gelesen habe - Danke
  • Michael  Schreier 23.03.2016
    Stimmt Herr Hutter !¨Danke für den mutigen Kommentar, nicht ironisch gemeint.