Terror auf dem Spielplatz in Pakistan Taliban-Lehrer (28) tötet 25 Kinder

LAHORE - Der Selbstmordattentäter, der 70 Menschen in den Tod riss, ist identifiziert: Es ist ein Lehrer (28) aus Süd-Punjab. Er sprengte sich im pakistanischen Lahore in der Nähe eines Spielplatzes in die Luft.

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Nach dem Selbstmordattentat mit mindestens 70 Toten in der pakistanischen Stadt Lahore ist der Attentäter identifiziert: Es handelt sich um einen 28-jährigen Mann aus Süd-Punjab. Nach Medienberichten war er Lehrer an einer Religionsschule.

Rekrutiert hatte ihn die pakistanische Taliban-Gruppe Jamaat ul-Ahrar. Zu Journalisten sagte ein Sprecher, dass die Tat sowohl gegen Christen gerichtet gewesen sei als auch gegen die Regierung, die ihre Militäroffensiven gegen die Taliban in den vergangenen 15 Monaten verstärkt hatte.

Family members mourn the death of relative, who was killed in a blast outside a public park on Sunday in Lahore, play
Familien trauern um ihre Angehörigen, die beim Anschlag in Lahore starben.  REUTERS/Mohsin Raza

 

Der Attentäter hatte sich in der Nähe eines Spielplatzes in die Luft gesprengt. Nach offiziellen Angaben brachte er etwa 20 Kilogramm Sprengstoff zur Explosion.

Der Park war an einem der ersten warmen Abende des Jahres besonders gut besucht gewesen. Auch viele christliche Familien waren dort, um Ostern zu feiern. Nach Polizeiangaben sollen 15 Christen unter den Opfern gewesen sein.

Pakistan Bomb blast at local park in Lahore Pakistani rescuers and officials gather at a bomb blast play
Mindestens 70 Menschen starben beim Anschlag im pakistanischen Lahore. imago stock&people

 

Unter den 70 Todesopfern sind auch 25 Kinder und sieben Frauen, sagte der Polizeichef des Stadtbezirks, Mohammad Iqbal, der Nachrichtenagentur dpa am Montag. Auch der Attentäter kam ums Leben. Rund 340 Menschen seien verletzt worden, sagte Deeba Shahnaz Akhtar, eine Sprecherin der Rettungsbehörde der Provinz Punjab.

Der Anschlag hat das Leben in der Sieben-Millionen-Stadt gelähmt. Eine dreitägige Trauerzeit wurde angesetzt. Schulen blieben geschlossen, am Montagmorgen gab es kaum Verkehr.

Suicide bomb blast killed at least 52 people in Lahore play
Pakistanische Sicherheitsleute untersuchen den Tatort nach dem Anschlag in der Nähe eines Spielplatzes.  EPA/RAHAT DAR

 

Ministerpräsident Nawaz Sharif besuchte am Morgen Opfer in Kliniken. Er rief dazu auf, die Streitigkeiten in der Gesellschaft zu begraben, um dem Terrorismus mit Stärke entgegenzutreten. Die EU, die USA sowie die Vereinten Nationen verurteilten den Terroranschlag scharf.

Seitdem im Dezember 2014 pakistanische Taliban in einer von der Armee betriebenen Schule in Peshawar 136 Kinder getötet hatten, hat die Armee ihre Operationen gegen Extremisten massiv erweitert. Dem Terrorismus werde das Rückgrat gebrochen, wiederholen Armeechef und -sprecher.

Die Zahl der Anschläge und ihrer Opfer ging 2015 auch stark zurück. Doch allein in den vergangenen zwei Monaten gab es drei grosse Anschläge. (SDA/kra)

Publiziert am 28.03.2016 | Aktualisiert am 03.04.2016
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Terror auf Spielplatz Selbstmordanschlag in Pakistan fordert viele Tote

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2 Kommentare
  • Rolf  Wittwer 28.03.2016
    Und just in solchen "Madrassen" werden solche "Lehrer" herangezüchtet. Ein grosser Teil der Studenten will anschliessend ein "Imam.Studium" absolvieren.
    Ob mit Religion allein ein Land der Neuzeit angepasst werden kann, ist zu bezweifeln. Eher werden sich bereits zu beobachtende Jahrhundertklüfte auftun.
    Dass wird unser Planet nicht verkraften können.
  • Walter  Krebs 28.03.2016
    Eigentlich sollte es heissen die Islamistische-Splittergruppe Jamaat-ul-Ahrar tötete 70 Mitmenschen. Bestens bekannt ist, dass diese Extremisten es besonders auf Christen und den Staat abgesehen haben. Das wird aber von vielen Medien, wenn möglich verschwiegen. Im Gegenteil es wird ganz speziell darauf hingewiesen, dass auch Islamisten unter den Opfern sind. Tatort war ein Osterfest. Es wäre neu, aber trotzdem schön, wenn Christen und Islamisten Ostern zusammen feiern würden.
    W. Krebs, Bern