Teenie: Selbstmord wegen Cern!

  • Publiziert: 11.09.2008, Aktualisiert: 14.01.2012

NEU DELHI – Schwarze Löcher, Weltuntergang, Apokalypse – das war zuviel für die 16-jährige Chayya Lal aus Indien. Sie tötete sich selbst mit einer Überdosis Tabletten.

Im indischen Fernsehen erschien ein Bericht über das gestern erfolgreiche gestartete Experiment mit dem Teilchenbeschleuniger LHC in Genf. Kritiker des Versuchs äusserten im Vorfeld Bedenken über eine mögliche Katastrophe.

Dies war auch das Thema in besagter Sendung, welche die 16-jährige Chayya zusammen mit ihren Eltern anschaute. Wie ihr Vater der «Hindustan Times» sagte, soll seine Tochter danach verängstigt gewesen sein. «Sie fragte mich mehrmals, ob die Welt untergehen würde, wie es im Fernsehen gesagt wurde.»

Er habe sie versucht abzulenken und ihr gesagt, sie solle keine Angst vor einer Katastrophe haben. Vergeblich. Später fanden sie ihre Eltern – sie hatte eine Überdosis Tabletten geschluckt. Im Krankenhaus starb Chayya schliesslich.

Ein Polizist zweifelte jedoch an der Darstellung des tragischen Falls und kündigte Ermittlungen an. (num)

Beschleuniger wird nicht gestoppt

KÖLN – Eine in der Schweiz lebende Deutsche ist mit dem Versuch gescheitert, den Betrieb des weltgrössten Protonenbeschleunigers LHC bei Genf wegen eines angeblich drohenden Weltuntergangs gerichtlich zu stoppen. Die Bundesrepublik Deutschland sei nicht verpflichtet, ihre beiden Delegierten im Rat des Atomforschungszentrums Cern zu einer Initiative gegen die Inbetriebnahme des Beschleunigers anzuweisen. Begründung: Die Gefahr von schwarzen Löchern werde von der überwiegenden wissenschaftlichen Meinung verneint. (SDA)

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