«Tea-Party»-Ikone: Michele Bachmann verzichtet auf Schweizer Pass

WASHINGTON - US-Politikerin Michele Bachmann will den Schweizer Pass bereits nicht mehr. Sie verkündet auf ihrer Homepage, sie wolle klarstellen: «Ich bin eine stolze Amerikanerin.»

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play (Keystone)
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Eben erst Doppelbürgerin geworden, will Michele Bachmann schon nichts mehr von ihrem Schweizer Pass wissen. Die republikanische Kongressabgeordnete verzichtet auf ihr erst kürzlich formell erhaltenes Schweizer Bürgerrecht. Sie schickte nach eigenen Angaben gestern eine Verzichtserklärung an das zuständige Schweizer Konsulat.

Die für die rechtspopulistische Tea Party politisierende Bachmann begründete ihren Schritt damit, dass sie zu hundert Prozent US- Staatsbürgerin sei. «Ich bin stolz auf meine Zugehörigkeit zur grössten Nation, die die Welt je gekannt hat», hiess es in einer am Donnerstag auf Bachmanns Website aufgeschalteten Erklärung.

Die 55-jährige Bachmann, die sich erfolglos für die republikanische Präsidentschaftskandidatur beworben hatte, verwies darauf, dass ihr die Staatsbürgerschaft nach Schweizer Recht automatisch mit der Eheschliessung mit ihrem aus der Schweiz stammenden Mann im Jahr 1978 übertragen worden sei.

Ihr Mann Marcus ist Sohn von Schweizer Einwanderern. Nach Auskunft des Thurgauer Amts für Zivilstandswesen hatte Marcus Bachmann erst vor kurzem sein Schweizer Bürgerrecht formell beansprucht. Er ist Bürger von Wigoltingen im Thurgau.

Damit erhielt auch seine Frau formell das Schweizer Bürgerrecht. Dies sei am 19. März dieses Jahres geschehen, hiess es. Michele Bachmann hätte damit einen Schweizer Pass beantragen können.

Wunsch der Kinder

Den Thurgauer Behörden war nicht bekannt, weshalb Marcus Bachmann erst jetzt formell das Bürgerrecht beanspruchte und die Eheschliessung registrieren liess.

Eine Sprecherin der Abgeordneten von Minnesota hatte jedoch kürzlich erklärt, einige der fünf Kinder der Bachmanns hätten den Wunsch geäussert, die Schweizer Staatsangehörigkeit anzunehmen und damit Doppelbürger zu werden. Daraufhin hätten alle Familienmitglieder zusammen die Anfrage an die Schweizer Behörden gestellt. (SDA)

«Tea Party»-Frontfrau Michele Bachmann ist Thurgauerin

Alle Kommentare (6)

  • Beni  Studer , via Facebook
    Währe Schön wen Die Auslandschweizer es ihr Gleichtun würden
    • 11.05.2012
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  • Ewald  Rindlisbacher , Grayland
    Die Schweizer koennten sich VON nennen jemand wie Michele Bachmann als Buerger zu haben.
    • 11.05.2012
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  • Sheila  Belometti , Zürich , via Facebook
    Ufff zum Glück! Wir habe ja schon genügend Spinner in unserem Land.
    • 11.05.2012
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  • Alexa  Von Schwanden , Glarus , via Facebook
    Ich hoffe dieser Entscheid ist entgülitg und man schiebt ihr den Pass nicht später noch nach wenn sich in den USA die Presse nicht mehr für sie interessiert.
    • 11.05.2012
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  • Mailyn  Pelagio-Kerzenmacher , Frauenfeld , via Facebook
    Nur keine Panik! Was heute in der CH bereits alles eingebürgert wird, Bezug zur CH hin oder her, lässt die Passpresse nach wie vor auf Hochtouren laufen.
    Der Nachschub an Neo-CH-Bürgern ist nach wie vor und weiterhin völlig gesichert!
    • 11.05.2012
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