Frau (44) erstochen und vergewaltigt Taxi-Mörder mit Sturmmaske vor Gericht

  • Publiziert: 11.01.2011, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Mario Gertschen und Jessica Francis

KONSTANZ - Andrej W. (28) hat zwei Taxi-Fahrerinnen am Bodensee brutal überfallen. Zana O.* (32) ist tot, Heidi F.*(44) gelähmt. Jetzt steht der Russland-Deutsche in Konstanz vor Gericht.

Mit einer Sturmkappe über dem Kopf wird Andrej W.* ins Konstanzer Landgericht geführt. Der 28-jährige Russland-Deutsche steht wegen Vergewaltigung, versuchten Mordes und Mord vor Gericht.

Er hatte zwei Taxifahrerinnen brutal überfallen. Über das Motiv der beiden Bluttaten schweigt er eisern. Seine DNA wurde in beiden Tat-Autos gefunden.

Zana O.* (†32) starb an den Stichverletzungen. Heidi* (44) überlebte die Vergewaltigung schwer verletzt. Heute ist sie rechtseitig gelähmt.

Bei vollem Bewusstsein vergewaltigt

Im Zeugenstand sitzt der Polizist, der die schwerverletzte Taxifahrerin Heidi F.* im letzten Juni um drei Uhr morgens ausserhalb von Singen (D) gefunden hat. Nackt lag sie 24 Meter neben ihrem Taxi, ein Messer steckte in ihrem Hals.

Nach einer schweren Operation hat Heidi F. der Polizei erzählt, wie schrecklich der Taxi-Mörder vorgegangen ist. Nachdem er sie mit einem Messer gezwungen hatte, in den Wald zu fahren, zerrte er sie an den Haaren aus dem Taxi und schleifte sie über einen Feldweg in den Wald. Dann rammte er ihr das Messer in den Hals.

Weil durch den Stich das Rückenmark verletzt wurde, konnte sich Heidi nicht mehr bewegen. Andrej W. vergewaltigte sie vaginal und anal. Dann liess er die 44-Jährige liegen und floh mit Bargeld, Heidis Goldkette und ihrer Hose. 200 Meter vom Tatort entfernt, warf er die Hose weg und lief zwei Kilometer bis nach Singen (D).

Zana O.* mit fünf Stichen getötet

Nur wenige Stunden später stieg Andrej W. ins das Taxi von Zana O.* ein. Als die 33-jährige sich wehrte, stach der Taxi-Mörder fünfmal auf sie ein. Zana O. starb bei dem Überfall am 9. Juni 2010 in Hagnau.

Andrej W. wollte das Taxi von Zana O. klauen. Dabei löste er aber die Alarmanlage aus und flüchtete mit Bargeld zu Fuss.

DNA-Probe führte zum Taxi-Mörder

Die Taten hatten die ganze Region und vor allem die Taxibranche in Angst und Schrecken versetzt. Am 13. Juni war der Maler und Lackierer bei Verwandten in Senftenberg in Brandenburg gefasst worden. Die Ermittler waren ihm aufgrund einer DNA-Probe auf die Spur gekommen.

Er war der Polizei in der Bodenseeregion zuvor nur als Kleinkrimineller bekanntgewesen.

*Namen der Redaktion bekannt

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