
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Mehr als die Hälfte der Kinder, die Tamiflu eingenommen haben, litten an Nebenwirkungen – und die sind nicht zu unterschätzen.
Eine Studie in England, die an drei Schulen mit insgesamt 103 Kindern durchgeführt wurde, zeigt die Nebenwirkungen von Tamiflu auf: Von harmlosen Symptomen wie Bauchschmerzen und Übelkeit reicht die Palette bis zu ernsthaften Begleiterscheinungen wie andauernder Konzentrationsschwäche, Albträumen, Schlaflosigkeit und Veränderungen im Verhalten.
Die Studie wurde im April und Mai 2009 von der englischen Gesundheitsbehörde durchgeführt und versetzt Eltern in Angst. Ist die mächtige Waffe im Kampf gegen die Schweinegrippe eine Gefahr für unsere Kinder?
«Wir erarbeiten Empfehlungen»
Blick.ch fragt beim Bundesamt für Gesundheit nach: «Wir sind dabei, mit Spezialisten Empfehlungen für Kleinkinder im Umgang mit Tamiflu zu erarbeiten», sagt Mediensprecher Jean-Louis Zürcher. Zu der aktuellen Studie aus England will das BAG keine Stellung nehmen.
Die Gesundheitsbehörden in Japan haben bereits reagiert. Sie raten, Tamiflu nur noch Kindern zu verschreiben, bei denen das Virus einen sehr aggressiven Verlauf nimmt. Doch auch an Erwachsenen geht Tamiflu nicht spurlos vorbei. 20 Prozent berichten ebenfalls von Nebenwirkungen.
In der Schweiz sind zurzeit 462 Fälle von Schweinegrippe bestätigt. Allein in den letzten zwei Tagen kamen 39 neue Infektionen mit dem H1N1-Virus dazu. (s5j)
play
Ist der rettende Griff zu Tamiflu gar nicht so ungefährlich, wie wir glauben? (Reuters)