Täter, Opfer, Polizei Was wir vom Sex-Mob wissen – und was nicht

KÖLN/HAMBURG - Die Verunsicherung nach den brutalen Grapsch-Attacken in der Silvesternacht ist riesig. Bestätigt ist bis jetzt nur wenig, die Beweisführung gestaltet sich schwierig. Was ist bis jetzt bekannt und wo tappt die Polizei noch im Dunkeln? Eine Übersicht.

Auch in Hamburg ist es zu mehreren Übergriffen gekommen. play

Auch in Hamburg ist es zu mehreren Übergriffen gekommen.

Keystone

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Unbeschwert und fröhlich wollten sie sich vom alten Jahr verabschieden – verstört und erniedrigt sind sie im neuen Jahr angekommen. In verschiedenen deutschen Städten sind in der Silvesternacht Frauen von Männerhorden belästigt, betatscht und beklaut worden. Wie viele Frauen sich der Sex-Mob zum Opfer gemacht hat, ist nicht klar.

Bis jetzt sind in Köln über 120 Anzeigen eingegangen. Drei Viertel der Opfer hätten angegeben, sexuell bedrängt worden zu sein. Auch zwei Vergewaltigungen wurden der Polizei gemeldet. In Hamburg liegen 39 Strafanzeigen vor. In Stuttgart sind es bedeutend weniger – und in Berlin, Hannover, Frankfurt und München wurden keine solchen Vorfälle gemeldet.

Die Beweislage ist unübersichtlich, die Ermittlungsarbeiten stehen am Anfang. Bisher hat die Polizei in Köln 16 Verdächtige ausgemacht. Die meisten seien zwar noch nicht namentlich bekannt, aber auf Bild- oder Videoaufnahmen klar erkennbar. Einige seien vorübergehend festgenommen worden – jedoch vor allem wegen Diebstählen.

Wer sind die Täter?

Wie die Polizei heute mitteilt, kommen sie «weitestgehend» aus dem nordafrikanischen Raum. Auch Opfer und Zeugen haben nach den Attacken ausgesagt, die Täter sähen arabisch oder nordafrikanisch aus. Aus einem geheimen Polizei-Protokoll geht hervor, dass mindestens einige unter ihnen aus Syrien kommen. «Ich bin Syrer, ihr müsst mich freundlich behandeln! Frau Merkel hat mich eingeladen», sollen sie gesagt haben und «mit einem Grinsen im Gesicht» ihre Aufenthaltstitel zerrissen haben. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte kurz nach den Angriffen hingegen: «Es gibt keinen Hinweis, dass es sich hier um Menschen handelt, die hier in Köln Unterkunft als Flüchtlinge bezogen haben.»

Wie der «Kölner Stadtanzeiger» schreibt, sind viele der Verdächtigen der Polizei bekannt und würden sich untereinander kennen. «Die bisherigen Hinweise gehen deutlich in Richtung polizeibekannte Intensivtäter, mit Flüchtlingen haben die nichts zu tun», sagte ein Ermittler am Wochenende nach den Taten. Sie seien für Taschen- und Trickdiebstähle sowie Raubüberfälle in der Innenstadt verantwortlich – und das seit mehreren Monaten. 

Das deckt sich mit der Aussage, die eines der Opfer in der «Süddeutschen» gemacht hat. Steffi (31) glaubt nicht, dass Flüchtlinge hinter den Taten stecken. Einige Tage vor den Attacken sei sie ausgeraubt worden – von Männern, «die so aussahen wie die vom Silvesterabend». Bei der Polizei habe man ihr gesagt, dass es dieses Problem schon länger gebe. «Die Räuber kennen sich aus, sie wissen, wo es keine Kameras gibt – sie müssen also schon länger hier sein.»

Wie viele waren es?

Am Anfang war von tausend Männern die Rede. Dabei handelte es sich aber um ein Missverständnis. Die Männer kamen offenbar aus einer Gruppe von rund tausend Menschen auf dem Vorplatz des Bahnhofs. Wie viele Täter darunter waren, ist unklar.

Gibt es eine Verbindung zwischen den Attacken in den verschiedenen Städten?

Auch das ist nicht geklärt. Ein Polizeisprecher sagte am Dienstag, dass wenn «so viele Taten» nach einem «so ähnlichem Muster» verübt werden, liege der Verdacht nahe, dass die Täter auf irgendeine Art zusammengehören. Auch für SPD-Justizminister Heiko Maas macht es den Anschein, als sei «das Ganze abgesprochen gewesen». Er würde gerne überprüfen, «ob es im Hintergrund Leute gibt, die so etwas organisieren». Ein Polizeisprecher in Hamburg meinte gestern allerdings: «Wir haben keine Anhaltspunkte dafür, dass es da Verbindungen gibt.»

Waren genügend Einsatzkräfte der Polizei vor Ort?

Laut Polizeipräsident Wolfgang Albers schon. «Wir waren an dem Abend ordentlich aufgestellt», sagt er. Dem widerspricht die Aussage eines am Einsatz beteiligten Polizisten. Im Kölner «Express» sagt er, sie hätten nur zuschauen können – der Einsatz sei «katastrophal» verlaufen.

Publiziert am 08.01.2016 | Aktualisiert am 08.01.2016
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Fünf Methoden So wehrt sich Frau gegen Sex-Attacken

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71 Kommentare
  • Andreas  Müller aus Zürich
    08.01.2016
    Es ist eigentlich klar, dass grosskotziges Getue bei wehrlosen Frauen mehr bewirkt als einmal im Leben ein wirklich ganzer Mann zu sein und sein Recht in der Heimat mutig wahr zu nehmen.
  • Steff  Robmann , via Facebook 08.01.2016
    Wenn der Staat nicht mehr fähig ist, die Bürger zu schützen, werden die Bürger beginnen sich selbst zu schützen. Und wenn man mit Knüppel und Faust den Gästen beibringen muss, wie man sich hier bei uns zu verhalten hat.Es reicht langsam mit der Verhätschelung der "Flüchtlinge" bei der Suche nach einer neuen Komfortzone.
  • John  Feller , via Facebook 08.01.2016
    Die Deutschen sind die Besten! Mit der EU wollen sie Polen unter Vormundschaft stellen, weil dort die Presse gelogen hat und durch eine Abstimmung stark geregelt wird. In Deutschland verschweigt die Presse Tatsachen um ja die zarten Gefuehle von Verbrechern und deren Freunden nicht zu verletzen.
  • Max  Siegel aus Neerach
    08.01.2016
    Krampfhaft versucht die Presse und Medien die Vorfälle in den diversen Städten, auch in der Schweiz, herunterzuspielen. Es darf ja nicht sein, dass der unkontrollierte, durch Merkel animierte, Mob der seit Anfang 2015 Europa überflutet, sich ungebührlich in den Gastländern verhält. All diese Scheinasylanten kommen aus einem andern Kulturkreis, in welchem Frauen keinen Stellenwert haben und nur zur Fortpflanzung dienen, können hier nie und nimmer integriert werden. Und dies soll kein Asylchaos se
  • Werner  Meier 08.01.2016
    Blick sollte sich vielleicht nicht bei Steffi informieren, sondern bei der Polizei von Köln, gemäss der der Grossteil der Täter Asylbewerber aus Syrien waren.