Syrien Russische Armee: Aufständische in Syrien setzen Chemiewaffen ein

Moskau – Die russische Armee hat den Aufständischen im nordsyrischen Aleppo den Einsatz von Chemiewaffen vorgeworfen. Wahrscheinlich handle es sich um Chlorgas und weissen Phosphor.

Russland kritisiert: Rebellen setzen in Syrien Chemiewaffen ein play
Die toxische Munition wurde den russischen Angaben zufolge in der sogenannten Zone 1070 im Südwesten Aleppos gefunden. (Archivbild) Keystone/AP Blast on the ground, apparently the result of an airstrike./UNCREDITED

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Genf, Sydney, Washington Frauen marschieren gegen Trump
2 Um Punkt 12 Uhr übernimmt Trump Die 10 wichtigsten Fakten zur Amtsübergabe
3 Lawinen-Drama Giorgia G. (22) aus Rapperswil SG lebt!

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Spezialisten des Verteidigungsministeriums in Moskau hätten in einem bis vor kurzem von den Rebellen kontrollierten Stadtteil «nicht explodierte Artillerie-Munition» entdeckt, in der «giftige Substanzen» enthalten seien, hiess es in der am Freitag von der Nachrichtenagentur Interfax verbreiteten Erklärung. Eine erste Untersuchung habe ergeben, dass es sich «mit hoher Wahrscheinlichkeit um Chlorgas und weissen Phosphor» handle.

Die toxische Munition wurde den russischen Angaben zufolge in der sogenannten Zone 1070 im Südwesten Aleppos gefunden. Das Verteidigungsministerium in Moskau kündigte an, dass die Untersuchung der Substanzen in Zusammenarbeit mit der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) fortgesetzt werden solle.

In den staatlichen syrischen Medien wurde den Aufständischen bereits Ende Oktober der Einsatz von Giftgas angelastet. Im Westen Aleppos seien Soldaten und Zivilisten nach Beschuss aus den aufständischen Vierteln erstickt, hiess es in den Medienberichten.

Die OPCW kam in einem im August vorgelegten Bericht zu dem Schluss, dass syrische Regierungstruppen 2014 und 2015 über zwei Dörfern Chlorgas abgeworfen haben. Russland wies die Ergebnisse der UNO-Experten als «nicht überzeugend» zurück. Aleppo ist seit 2012 zwischen dem von Regierungstruppen kontrollierten Westen und dem von Aufständischen kontrollierten Ostteil der Stadt geteilt. (SDA)

Publiziert am 11.11.2016 | Aktualisiert am 11.11.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden