Neues Massaker Syrien-Gesandter Annan schmeisst den Bettel hin

DAMASKUS - In der Nähe von Damaskus soll es zu einem erneuten Blutbad gekommen sein. Wie der Uno-Generalsekretär heute mitteilt, will der Sondergesandte Kofi Annan im Syrien-Konflikt nicht mehr vermitteln.

  • Publiziert: 02.08.2012
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Trauer über die Opfer des neuen Massakers.

(Keystone)
play Kofi Annan gibt sein Amt als Syrien-Sondergesandter per Ende August ab. (Keystone)

Die Gewalt in Syrien nimmt kein Ende: Gestern sollen südlich von Damaskus 43 Menschen massakriert worden sein. Währenddessen kapituliert der Sondergesandte von Uno und Arabischer Liga, Kofi Annan. Er gibt sein Amt als Vermittler per 31. August auf, wie Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon heute «mit tiefem Bedauern» mitteilt.

Annan wurde am 23. Februar damit beauftragt, im Syrien-Konflikt zu vermitteln. Er unterbreitete einen Mehrpunkteplan für einen friedlichen Übergang in Syrien. Aber bereits die im Plan enthaltene Waffenruhe, eine der Vorbedingungen, wurde nie richtig befolgt.

Gestern seien südlich der Hauptstadt 100 junge Menschen seien bei einer Razzia festgenommen worden. Sie seien zu einer Schule gebracht und dort gefoltert worden, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle in London.

Heute Morgen seien dann die Leichen von 43 Menschen gefunden worden, einige von ihnen seien hingerichtet worden.

Die Nachrichtenagentur «Reuters» berichtet unter Berufung auf Zivilpersonen und Menschenrechtler von mindestens 35 Toten.

Das syrische Staatsfernsehen berichtet unterdessen, Dutzende «Terroristen» hätten sich ergeben oder seien getötet worden, als die Armee eine Razzia in dem Vorort unternommen habe. (SDA/dra)

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Beliebteste Kommentare

  • Adrian  Teuscher , via Facebook
    So hat die UNO ja wieder mal was zu Bedauern, viel mehr bringt dieser zahnlose Tiger nicht mehr zustande. Wenn es nicht so abgrundtief Traurig wäre müsste man geradehinauslachen wenn man den UNO Herren zuhört.
  • Frank  Bussmann , Solothurn , via Facebook
    In kaum einem Konflikt sind die Konfliktlinien ganz klar. In diesem Konflikt hier ist bloss klar, dass die Weltöffentlichkeit via Medien einmal mehr gezielt an der Nase herumgeführt wurde. Und was Interventionen betrifft: Die Interventionen der letzten 20 Jahre im arabischen und im afrikanischen Raum waren eine wie die andere eine absolute Katastrophe.
    • 02.08.2012
    • 9
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Alle Kommentare (16)

  • Steve  Schärer , Basel
    Herr Müller Hans-Rudolf.
    Nicht die nach ihrer Meinung sogenannte Weltpolizei verhindert eine Intervention, sondern Russland und China. Dümmere Kommentare kann man wohl nicht schreiben.
    • 03.08.2012
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  • Wasser  Fluh , via Facebook
    Die UNO ist einfach nur ein Kostenfaktor! - Eine undemokratischere Organisation wie diese ist wahrlich nur noch in Diktaturen und in Schwellenländern zu finden.

    Wenn die Veto-Mächte nicht endlich auf ihr unsinniges Recht, alles und jeden Vorschlag abzuschmettern, verzichten!

    Das UNO-Gebäude gäbe doch ein repräsentables Asylheim ab und mit den gesparten Kosten könnte man wohl das halbe Asylwesen finanzieren.
    • 03.08.2012
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  • Michael  Roth , Zug
    Tja, es ist eben nicht Lybien oder der Irak, da gibt es Öl. In Syrien scheinbar nicht, also lässt man die sich dort gegenseitig umbringen. Ich glaube nicht, dass es dort in absehbarer zeit besser wird, es interressiert ja scheinbar niemanden. haben wir ja in Ruanda und Somalia gesehen....
    • 02.08.2012
    • 11
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  • Hans   von Atzigen
    Tja und die Schweiz die musste ja auch noch der Witzbude beitreten.
    Das 68.iger Ideologiewahn-Weltbild ist unübersehbar in Auflösung.
    • 02.08.2012
    • 11
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  •   schmid andre , wettingen
    Und in der Schweiz musste 2 mal abgestimmt werden. Für diesen Lachverein. Damals Trötzele vom Bundesrat. Gewisse Bundesräte haben dies benüzt als Sprungbrett. Sie der Freiburger.
    • 02.08.2012
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