DAMASKUS - In der Nähe von Damaskus soll es zu einem erneuten Blutbad gekommen sein. Wie der Uno-Generalsekretär heute mitteilt, will der Sondergesandte Kofi Annan im Syrien-Konflikt nicht mehr vermitteln.
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Trauer über die Opfer des neuen Massakers.
(Keystone)
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Kofi Annan gibt sein Amt als Syrien-Sondergesandter per Ende August ab. (Keystone)
Die Gewalt in Syrien nimmt kein Ende: Gestern sollen südlich von Damaskus 43 Menschen massakriert worden sein. Währenddessen kapituliert der Sondergesandte von Uno und Arabischer Liga, Kofi Annan. Er gibt sein Amt als Vermittler per 31. August auf, wie Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon heute «mit tiefem Bedauern» mitteilt.
Annan wurde am 23. Februar damit beauftragt, im Syrien-Konflikt zu vermitteln. Er unterbreitete einen Mehrpunkteplan für einen friedlichen Übergang in Syrien. Aber bereits die im Plan enthaltene Waffenruhe, eine der Vorbedingungen, wurde nie richtig befolgt.
Gestern seien südlich der Hauptstadt 100 junge Menschen seien bei einer Razzia festgenommen worden. Sie seien zu einer Schule gebracht und dort gefoltert worden, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle in London.
Heute Morgen seien dann die Leichen von 43 Menschen gefunden worden, einige von ihnen seien hingerichtet worden.
Die Nachrichtenagentur «Reuters» berichtet unter Berufung auf Zivilpersonen und Menschenrechtler von mindestens 35 Toten.
Das syrische Staatsfernsehen berichtet unterdessen, Dutzende «Terroristen» hätten sich ergeben oder seien getötet worden, als die Armee eine Razzia in dem Vorort unternommen habe. (SDA/dra)
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