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Seit dem Jahr 1505 sind es aufrechte Schweizer Katholiken, die das Leben des jeweiligen Papstes verteidigen. Ironie des Schicksals also, dass es mit Susanna M. eine Landsfrau war, die den Bewachern gestern ein Schnippchen schlug und dem Papst einen gehörigen Schrecken einjagte. Die geistig verwirrte 25-Jährige übersprang vor der Weihnachtsmesse die Absperrung, offenbar, weil sie den greisen Benedikt XVI. umarmen wollte.
Susanna M. hatte bereits im Dezember 2008 versucht, dem Papst nahe zu kommen. Vor einem Jahr konnten die Sicherheitskräfte sie aber früher abfangen als gestern. Sie ist nicht die erste Angreiferin auf den deutschen Papst, der seit 2005 im Amt ist: 2007 wollte ein Deutscher auf dem Petersplatz aufs Papamobil springen, wurde aber ebenfalls von den Bodyguards abgewehrt.
Seit Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. bei einem Attentat im Jahr 1981 vom türkischen Attentäter Ali Agca lebensgefährlich verletzt wurde, sind die Sicherheitsvorkehrungen rund um den «Heiligen Vater» ausgebaut worden.
Dennoch, erklärte heute ein Vatikan-Sprecher, könne es keine absolute Sicherheit geben. Denn es gehöre zur Mission des katholischen Oberhirten, nahe bei seinen Schäfchen zu sein.
Um in den Petersdom zu gelangen, müssen die Gläubigen einen Metalldetektoren und Sicherheits-Kontrollen passieren. Doch wenn sie einmal im Gebäude drin sind, sei es sehr schwierig, sie zu überwachen, betonte der Sprecher. (hhs)
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Die schweizerisch-italienische Doppelbürgerin Susanna Maiolo jagte dem Papst an Heiligabend einen ordentlichen Schrecken ein. (Reuters)