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Um 1:14:38 empfing Haider letztes SMS

WIEN – Die Bilder aus Jörg Haiders Wrack: Sie zeigen die zertrümmerte Donna-Karan-Brille Haiders. Den Mass-Schuh des Politikers. Und seine Glückspillen. Die Fotos sorgen nun für gehörige Aufregung. Endlich aufgetaucht: Das Handy-Protokoll.

Aktualisiert um 14:50 | 28.10.2008
Das Innere des Unfallautos: Vor dem Schalthebel eine Schachtel mit stimmungsaufhellenden Pillen, die Haider gehörten. (ERMO)
Auf der Rückbank lagen Autogrammkarten des Politikers. (ERMO)
... und eine Desinger-Brille. (ERMO)
Sichergestellt: Ein Schuh Haiders... (ERMO)
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17 Tage ist es her, als der Rechtspopulist Jörg Haider (58) mit seinem VW Phaeton mit 1,77 Promille in einen Betonpfeiler raste. Er starb noch am Unfallort (Blick.ch berichtete).

Dann tauchten Fotos aus dem Autowrack auf. Fotos, die angeblich von der Polizei freigegeben worden sind. Und darauf sind viele Details aus dem Unfallwagen zu erkennen. Die zerschmetterte Brille. Der Schuh, der Haider vom Fuss gerissen worden war. Und die Glückspillen.

«Sunny Soul» heissen die Pillen. Für knapp 30 Euro sind sie in der Apotheke erhältlich – ohne Rezept. Haider soll jeden Tag zwei davon geschluckt haben. Um seine Stimmung aufzuheitern. Die Wirkung der Pillen: Stressabbau und Verbesserung von Antriebslosigkeit und depressiver Gemütslage.

Die Bilder sorgten in unserem Nachbarland für gehörige Aufregung: «Wir haben bisher keine Fotos veröffentlicht und denken auch nicht daran, welche zu veröffentlichen», sagte Polizei-Sprecher Gottlieb Türk gegenüber der «Kleinen Zeitung». Update um 14.45: Ein Polizist verkaufte die Fotos privat (siehe Textkasten rechts).

Witwe Claudia Haider soll Freunden zufolge tief enttäuscht darüber sein, berichtet «Oe24.at». Auch das Innenministerium will nun Aufklärung in dieser Sache. (num)

Polizist verkaufte Fotos

KLAGENFURT – Die Kärntner Polizei hat einen Polizisten vom Dienst suspendiert, nachdem dieser die Fotos verkaufte. Er hatte während seinem Dienst an der Unfallstelle private Fotos gemacht. Der Beamte war nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA von heute Morgen des 11. Oktobers an der Unfallstelle ausserhalb von Klagenfurt im Einsatz. Die Polizei selbst hatte aber entsprechende Aufnahmen nicht freigegeben. Dem Polizisten droht jetzt ein Prozess wegen der Verletzung des Amtsgeheimnisses sowie ein internes Disziplinarverfahren.

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