Sturm auf Mossul IS macht auf Kamikaze

Beim Sturm der Armee auf die IS-Hochburg Mossul versuchen die Dschihadisten, ihre Haut so teuer wie möglich zu verkaufen.

IS setzt auf Kamikaze-Attacken

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Die schätzungsweise 4000 IS-Krieger, die sich in der irakischen Millionenstadt Mossul verschanzen, wehren sich mit allen Mitteln gegen den Angriff der irakischen Armee und deren Verbündeten. Die Dschihadisten verstecken sich in einem Tunnelsystem, installieren Sprengfallen und haben mit Erdöl gefüllte Gräben in Brand gesetzt.

Sie greifen aber auch auf ein Mittel zurück, das die Japaner im Zweiten Weltkrieg erfolgreich angewendet hatten: Kamikaze-Attacken.

Am ersten Tag der Stürmung auf Mossul rasten Dschihadisten in einem mit Sprengstoff präparierten Fahrzeug auf irakische Panzer zu. Bei der Kollision mit einem der Kriegsfahrzeuge kam es zu einer gewaltigen Explosion. Medien berichten von 70 Toten. Der Angriff wurde vom Nachrichtenportal «Kurdistan 24» gefilmt und veröffentlicht.

Kurz zuvor hatten IS-Schergen auf ähnlichen Weise bei einem Kontrollposten im Süden der irakischen Hauptstadt Bagdad zugeschlagen. Dieser Kamikaze-Anschlag forderte zehn Tote.

Taktik aus dem Zweiten Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg kamen durch die Kamekaze-Angriffe der Japaner schätzungsweise über 3000 Piloten ums Leben. Sie hatten 36 Schiffe versenkt und 368 beschädigt. Die Kampfgruppen, deren Piloten meistens Freiwillige waren, flogen Selbstmord-Angriffe gegen Schiffe der Amerikaner, Briten und Australier. Die Japaner nannten diese Spezialeinheiten «Shimpu Tokkotai». In den USA wurden die Schriftzeichen irrtümlicherweise als «Kamikaze» gelesen, wodurch sich dieser Begriff – allerdings nur ausserhalb Japans – für koordinierte Selbstmordangriffe etablierte.

Seit Montag früh greifen die irakische Armee und Verbündete mit rund 30’000 Mann Mossul an, das vor zwei Jahren vom IS eingenommen worden war. Pentagon-Sprecher Peter Cooks erste Bilanz: «Die irakischen Soldaten haben bislang ihre Ziele erreicht und liegen vor dem Zeitplan.»

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 12.11.2016
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3 Kommentare
  • Boris  Kerzenmacher 19.10.2016
    Man fragt sich immer wieder, wieso es anscheinend kein Problem ist in total belagerte syrische Städte Waffen und Munition zu bringen, jedoch die Versorgung mit Lebensmitteln nicht möglich sein soll.
    Irgendwie setzen interessierte Kreise andere Prioritäten als jeder normal denkende Mensch.
    Vielleicht liegt das daran, dass die "Rebellen" gar keine Rebellen sind und nur an sich denken. Ausserdem nutzen "wohlernährte" Zivilisten wohl nicht so gut als Druckmittel.
  • Marlen  Volderbergen 19.10.2016
    Man fragt sich, wo die 70 Toten herrühren. Die Besatzung des Sprengstoffautos und des getroffenen Armeefahrzeuges, vielleicht eines weiteren Fahrzeuges - man sieht etwa zehn davon, die aber nicht alle betroffen sein werden -, machen nicht 70 Personen aus. Das zeigt, dass man Berichte aus Kriegsgebieten besser sehr kritisch betrachtet.
  • Thomas  Zürcher 19.10.2016
    Wahnsinn wenn man diese Bilder sieht was sich da unten abspielt.Es wird die grösste Schlacht gegen den IS.Die Rückeroberung von Mossul wird den IS militärisch schwächen. Die Sicherheitslage im Irak wird sich dadurch aber nicht verbessern.Denn auch wenn der IS militärisch besiegt werden kann und das Kalifat aufhört zu existieren, wird der Terror im Irak und weltweit weiter gehen.Eine Schlacht wird gewonnen aber der Krieg noch lange nicht.