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«Die Menschen müssen einfach verstehen, dass wir arbeiten müssen», sagt Liliy Cortez, die Sprecherin der insgesamt 500 Frauen, die durch das Verbot der Prostitution ihren Job verloren haben. Und die Liebesdienerinnen meinen es ernst: Am Montag traten mehrere Dutzend Frauen in den Hungerstreik – und gestern nähten sich drei Prostituierten den Mund zu!
Und das ist nicht die einzige drastische Massnahme der protestierenden Sexarbeiterinnen: Sollte die Stadtverwaltung ihren Beschluss von letzter Woche nicht rückgängig machen, wollen sich drei weitere Prostituierte in Särgen bei lebendigem Leib vergraben lassen.
Die Stadtverwaltung hatte letzte Woche etwa 20 Bordelle geschlossen, nachdem sie von aufgebrachten Bürgern geplündert und angezündet worden waren. Erzürnte Bürger hatte zuvor wochenlang gegen die Bordelle in der «Strasse der Sünde» im Rotlichtbezirk der Stadt demonstriert. Der Grund: Die Huren und das Rotlichtviertel hätten einen schlechten Einfluss auf die jungen Männer, so die Demonstranten.
Die Prostituierten kontern und werfen den Menschen Heuchelei vor. Denn immerhin seien ein Grossteil ihrer Kunden Familienväter. (SDA/gux)