Studie kommt zu eindeutigem Ergebnis Verhüten macht depressiv!

KOPENHAGEN - Dänische Forscher haben die Patientendaten von über einer Million Frauen im Land analysiert. Sie fanden heraus: Wer mit Pille, Vaginalring oder Spritze hormonell verhütet, hat ein massiv höheres Risiko, an einer Depression zu erkranken.

Hormonellen Verhütungsmittel und Pille erhöhen Depression - Risiko play

Die Pille ist bei den Schweizerinnen das Verhütungsmittel Nummer 1.

Keystone

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Dass fast doppelt so viele Frauen wie Männer an Depressionen leiden, könnte möglicherweise der Verhütung geschuldet sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine grossangelegte Studie dänischer Forscher, die kürzlich im Fachmagazin JAMA Psychiatry veröffentlicht worden ist.

Die Wissenschaftler aus Kopenhagen haben herausgefunden, dass Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel wie Pille, Pflaster oder Vaginalring benutzen, deutlich häufiger depressiv werden als Frauen, die nicht hormonell verhüten. 

Besonders risikoreich ist der Studie zufolge die Verwendung einer Hormonspritze. Frauen, die mit ihr verhüten, sind über doppelt so häufig depressiv wie Frauen ohne hormonelles Verhütungsmittel. Das ergab die Analyse der Patientendaten von allen dänischen Frauen zwischen 15 und 34 Jahren – insgesamt über eine Million Personen – über einen Zeitraum von 14 Jahren. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen der Verschreibung eines hormonellen Verhütungsmittels und der Diagnose einer Depression beziehungsweise der Erstverschreibung eines Antidepressivums.

Besonders junge Frauen sind gefährdet

Dabei kam heraus, dass nebst der Spritze auch das Hormonpflaster, ein Implantat und der Vaginalring das Risiko, das eine Frau an einer Depression erkrankt, sehr stark erhöhen. So liegt der Anteil Frauen, die Antidepressiva einnehmen, bei Hormonimplantat-Benutzerinnen 110 Prozent, bei Frauen mit Hormonpflaster 100 Prozent und bei Vaginalring-Anwenderinnen 60 Prozent höher als bei der Vergleichsgruppe der Frauen ohne Verhütungsmittel.

Und auch die Pille – das beliebteste Verhütungsmittel auch bei Schweizer Frauen – ist mit einem erhöhten Depressionsrisiko verbunden. So lag der Anteil Frauen, die Antidepressiva schlucken, unter Pillen-Anwenderinnen 20 Prozent höher als bei Frauen, die nicht verhüten.

Aufgeschlüsselt nach dem Alter der Frauen, sind die Forscher zum Schluss gelangt, dass besonders bei jungen Erwachsenen das Verhütungsmittel ernsthaft auf die Stimmung schlagen kann. Bei 15- bis 19-Jährigen, die hormonell verhüten, war der Anteil an Antidepressiva-Verschreibungen und Depressions-Diagnosen deutlich höher als bei älteren Frauen. Laut den Wissenschaftlern könnte das unter anderem damit zusammenhängen, dass junge Frauen grundsätzlich gefährdeter sind, an einer Depression zu erkranken, als ältere Geschlechtsgenossinnen. (lha)

Was ist Depression?

Als Depression wird eine psychische Erkrankung bezeichnet. Zu den wichtigsten Symptomen gehören gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Schlaflosigkeit, Appetitstörungen und ständige Müdigkeit. Suizidgedanken sind die stärksten Anzeichen einer starken Depression. Oft wird keine richtige Diagnose gestellt, weil über das Thema nicht genug aufgeklärt wird. Eine Depression kann jeden treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Status.

 

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 09.11.2016
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5 Kommentare
  • Tamara  Bachmann aus Lyss
    19.10.2016
    Das glaube ich sofort! Ich habs schon mal geschrieben, die Pille ist Teufelszeug! Mir gings noch nie besser seit ich die Pille nicht mehr nehme! Dann habe ich halt monatliche menstruelle Beschwerden, das ist mir aber allemal lieber!
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    18.10.2016
    Jede Frau sollte Kinder bekommen, dafür sind ihr die Organe gegeben worden. Kinder sind lustig. Sie füllen das Haus mit Licht und niemand ist allein und muss vor sich her brüten.
  • Silvio  Mayer , via Facebook 18.10.2016
    Was viele nicht wissen: Die Pille reduziert massiv den natürlichen Sexualtrieb der Frau! Und zwar bei jeder, welche die Pille nimmt. Bei langjähriger Einnahme ist der Hormonhaushalt derart durcheinander, dass die Lust selbst nach absetzen der Pille nicht mehr richtig zurückkommt. Es ist halt doch ein Medikament, mit enormen Nebenwirkungen. (siehe auch Embolien etc.)
    • Tamara  Bachmann aus Lyss
      19.10.2016
      Das stimmt! Der Sexualtrieb wird bei Einnahme der Pille stark reduziert. Der Unterschied merkt man erst, wenn man sie nicht mehr nimmt! Was hingegen nicht stimmt, dass der Trieb nicht mehr richtig zurück kommt! Oh doch, und wie! Während den "Entzugserscheinungen", sprich Hormonschwankungen, kann es sogar ganz extrem sein!
  • Divico  Tigurin aus Neuchâtel-Hua-Hin
    18.10.2016
    Doppelte Verhütung macht Depressiv... Die eine Verhütung nennt man "Pille" die andere "Facebook". Wobei die Erstgenannte den physischen Kontakt nicht verhütet was bei der Zweiten meist der Fall ist und mangels körperlichem Zärtlichkeitsaustausch über kurz oder lang zu Kinderlosigkeit und Depression führt.
    Schön zu beobachten bei den minderjährigen Tennies aber auch über zwanzig welche heute praktisch keine ungwollte Schwangerschaft mehr erfahren.
    Facbook, als virtuelle Pille ist effizienter.