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Wenn die Comicfigur Bart Simpson wieder mal Mist gebaut hat, muss er eine Wandtafel voll schreiben und Besserung geloben. Zu ähnlichen Methoden greift nun das Leipziger Amtsgericht. «Gewalt in Fussballstadien, Gewalt gegen Polizisten ein Kavaliersdelikt?»: Unter diesem Titel muss ein junger Hooligan einen Aufsatz schreiben. Der 20-Jährige wandert zudem für eine Woche hinter die Gitter eines Jugendarrests und muss der Opferhilfe Sachsen 1500 Euro (2500 Franken) bezahlen.
Was hatte er angestellt? Nach einem Landespokalspiel zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und der zweiten Mannschaft des FC Erzgebirge Aue brachen wüste Krawalle aus. 300 Randalier attackierten die Polizei und starteten dann eine regelrechte Hetzjagd auf einen Beamten in Zivil. Der bedrängte Polizist konnte sich mit einem Warnschuss auf die Meute in Sicherheit bringen. Doch 40 seiner Kollegen trugen Verletzungen davon – unter anderem wegen des Steinwurfs des nun verurteilten Gewalttäters.
Das aktuelle Verfahren war das vierte nach den Krawallen. Im ersten Prozess war ein 22-Jähriger zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Einen zweiten Verdächtigen musste die Justiz mangels Beweisen laufen lassen und ein 32 Jahre alter Mann erhielt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten aufgebrummt. (AP/hhs)