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Als Stadtpfarrer habe Mixa mit der Hand und zum Teil mit Gegenständen «schwere körperliche Züchtigungen» vorgenommen, sagte der mit den Ermittlungen der Vorfälle beauftragte Rechtsanwalt Sebastian Knott in Schrobenhausen (D) vor Journalisten.
Die Aussagen der Opfer, die zum Teil eidesstattliche Erklärungen abgegeben hatten, wertete Knott als glaubhaft. Strafrechtlich seien die Vorwürfe allerdings verjährt.
Nach anfänglichem Leugnen räumte Mixa später gelegentliche Ohrfeigen ein und trat schliesslich vor drei Wochen zurück. Papst Benedikt XVI. nahm sein Rücktrittsgesuch inzwischen an.
Laut Knott hörten die Kinder des Waisenhauses sehr oft von den Ordensschwestern in dem Heim den Satz «Warte nur, bis Mixa kommt». Den Kindern sei bewusst gewesen, dass dieser regelmässig prügelt. Ausserdem habe Mixa immer wieder Kinder beschimpft und bedroht.
«Werde deine Zukunft ruinieren»
Einem Mädchen habe er gesagt: «Ich möchte, dass du mich niemals vergisst. Dazu werde ich deine Zukunft ruinieren.» Die von Knott als glaubhaft bezeichnete Frau benötige bis heute therapeutische Hilfe.
In dem Bericht beschreibt der Rechtsanwalt auch einen bisher noch nicht bekannt gewordenen Fall eines Jungen, der von seinem dritten bis fünfzehnten Lebensjahr in dem Heim war. Dieser sei 1982 in seinem letzten Jahr in dem Heim zu Mixa gerufen worden.
Er schlug zu bis der Stock brach
Der Pfarrer habe ihm dann die Hose herunter gezogen und mit einem Stock auf den nackten Po geschlagen. Nachdem der Stock unter den Schlägen zerbrochen sei, habe Mixa seinen Gürtel aus der Hose gezogen und damit noch weitere fünf bis sechs Mal auf den nackten Hintern eingeschlagen.
Der Betroffene habe bereits frühzeitig 1979 einem Vertrauenslehrer die Misshandlungen geschildert. Ihm sei aber nicht geglaubt worden. Vorwürfe gegen Bischof Mixa wegen sexuellen Missbrauchs hat die Untersuchung nicht bestätigen können. (SDA/bih)
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Er hat zugeschlagen und er liess zuschlagen: Ex-Bischof Walter Mixa. (AP)