Stimmen in Michigan US-Gericht stoppt Neuauszählung

Im US-Staat Michigan hat ein Gericht die Neuauszählung der Stimmen des Präsidentschaftswahlkampfs gestoppt. Das Gericht entschied Grünen-Kandidatin Jill Stein, die die Neuzählung beantragt hatte, sei dazu nicht berechtigt gewesen.

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Richter Mark Goldsmith hob am Mittwoch eine vorläufige einstweilige Verfügung auf, nach der die Behörden abgehalten worden waren, die von der Grünen-Kandidatin Jill Stein beantragte Zählung zu stoppen.

Dies berichtete die Zeitung «The Detroit News» unter Berufung auf den Gerichtsbeschluss. Nun könne ein staatlicher Wahlvorstand bei einem für Donnerstag geplanten Treffen die Neuauszählung beenden.

Goldsmith erklärte, Stein sei nicht berechtigt gewesen, die Neuauszählung zu beantragen, da sie keine realistische Chance habe, diese zu gewinnen.

Nach dem Gerichtstermin sagte Stein der Zeitung «The Detroit Free Press", dass die Neuauszählung bislang darauf hindeute, dass es Probleme beim Wahlverfahren in Michigan gegeben habe, besonders in Gemeinden mit Minderheiten und geringen Einkommen.

Stein, die landesweit lediglich ein Prozent der Stimmen auf sich vereint hatte, hatte eine Überprüfung des Ergebnisses in den drei Bundesstaaten Wisconsin, Pennsylvania und Michigan beantragt, wo die Ergebnissen jeweils sehr knapp waren.

Wahlmaschinen manipuliert

Sie machte geltend, dass Wahlmaschinen manipuliert gewesen sein könnten. In den drei Staaten war die demokratische Kandidatin Hillary Clinton Favoritin gewesen.

In Michigan war das Ergebnis am knappsten: Der Republikaner Donald Trump gewann gegen Clinton mit einem Vorsprung von 10'704 Stimmen oder 0,2 Prozentpunkten. Die Neuauszählungen müssen gesetzlich bis zum 13. Dezember abgeschlossen sein.

Es wird nicht damit gerechnet, dass sie Einfluss auf das Endergebnis der Wahl haben werden. Am überraschenden Sieg Trumps wird sich aller Voraussicht nach nichts ändern. (SDA/stj)

 

Publiziert am 08.12.2016 | Aktualisiert am 08.12.2016
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4 Kommentare
  • Eugen  Inauen 08.12.2016
    Das Wahlergebnis ist nicht manipuliert worden. Es ist
    vereinbart worden. Das ist das Kriminelle.
  • Paul  Strassmann 08.12.2016
    Kann es sein, dass die wenigen Stimmen, die Stein erhielt, Hillary Flinten gefehlt hatten für den Wahlsieg? Das darf wohl vermutet werden. Erinnert stark an Ralf Nader, der damals Al Gore die entscheidenden wenigen Stimmen gekostet hatte, um gegen Georg Bush zu siegen. Einmal mehr haben die Grünen damit mit ihrer Teilnahme die Wahlen entschieden. Anstatt Nach zählen wäre vielleicht Kopfschütteln und sich an der Nase nehmen angesagt.
    • P.  Bruno 08.12.2016
      Ihre Theorie in Ehren. Aber Gary Johnson von der Libertarian Party hat 4.5 Mio Stimmen geholt. Und die wären dann in der Gleichung Trumpf zuzurechnen. Hätten sich sowohl Stein und Johnson zurück gezogen und wären ihre Stimmen an die entsprechenden Kandidaten Clinton und Trumpf geflossen, hätte Trump noch 3 Mio Stimmen mehr. Sie herum könnte man gar sagen, dass Johnson Trumpf die Majority Vote gekostet haben könnte :-) Wie man es dreht oder wendet. Am Ende steht Trumpf auf dem Zettel.
  • Aron  Ottiger 08.12.2016
    Wie bei uns auch, die Grünen und Roten können andere Resultate nicht akzeptieren, der Unterschied zur CH ist, in den USA haben die Grünen nichts zu sagen, was gut ist.