Steuersünder kriegen kalte Füsse

  • Aktualisiert am 03.01.2012

BOCHUM (D) – Es gibt immer mehr Razzien bei Verdächtigen. Deshalb kassieren die deutschen Finanzämter inzwischen Millionen-Beträge von Steuerbetrügern, die sich aus Angst davor selbst verpfeifen.

Seit dem Beginn der Durchsuchungen Mitte Februar beim inzwischen zurückgetretenen Postchef Klaus Zumwinkel ist die Zahl der Razzien auf rund 180 angestiegen. Das teilte die zuständige Staatsanwaltschaft heute mit.

Die Zahl der Steuersünder, die inzwischen freiwillig ihren Betrug bei den Finanzämtern eingeräumt haben und ihre Steuerschulden nachzahlen, gab die Staatsanwaltschaft mit 200 an. Die Summe der von ihnen nachgezahlten Steuerschulden schätzt die Behörde auf umgerechnet etwa 70 Millionen Franken.

Die Bochumer Staatsanwälte ermitteln landesweit gegen hunderte Vermögende, die über Liechtensteiner Stiftungen Kapitalerträge am Fiskus vorbeigeschleust haben sollen. In Gang kamen die Ermittlungen durch gestohlene Datensätze aus der Liechtensteiner Bank LGT, die der Bundesnachrichtendienst aufgekauft hatte. (SDA)

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