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«Wir werden den Krieg bald beenden», kündigte der Oberkommandierende von Sri Lanks Armee, Sarath Fonseka, am Sonntag in einer Fernsehansprache an. Die Stadt Mullaittivu stehe vollständig unter der Kontrolle der Regierungstruppen.
In kleinen Gruppen und mit Booten hätten die Regierungstruppen zunächst den Westen von Mullaittivu erreicht, sagte ein Militärvertreter. Die LTTE habe zuvor einen Damm gesprengt und die Gegend um die Stadt geflutet, um die Armee aufzuhalten.
Die Soldaten hätten sich 40 Kilometer durch dichten Dschungel gekämpft und seien über von den Rebellen errichtete Barrieren geklettert, sagte Fonseka. Der Kampf gegen die Rebellen sei nun zu 95 Prozent beendet.
Es ist allerdings schwierig, ein klares Bild von der Lage zu gewinnen, da sowohl die Streitkräfte als auch die Rebellen unabhängigen Beobachtern den Zutritt zum Kriegsgebiet verweigern.
Hilfsorganisationen fordern Zugang
Laut dem Verteidigungsministerium waren zuvor alle Zivilisten aus der Stadt gebracht worden. Hilfsorganisationen forderten jedoch einen Zugang zu dem Kampfgebiet, damit Lebensmittel und Medikamenten hinter die Frontlinie gebracht werden können.
Ihren Angaben zufolge sind etwa 230000 Zivilisten im Kriegsgebiet zwischen die Fronten geraten. Menschenrechtsgruppen und die Regierung werfen den Rebellen vor, die Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Die LTTE haben die Vorwürfe zurückgewiesen.
Letzter Rückzugsort der LTTE
Die Stadt war der letzte Rückzugsort der LTTE. Die Rebellen unterhalten im Dschungel und in den Lagunen rund um Mullaittivu ihre wichtigsten militärischen Einrichtungen. Sie kontrollierten das Gebiet seit 1996 und nutzen die nahegelegene Küste für den Waffenschmuggel.
Bei ihrer monatelangen Grossoffensive drängte die Armee die LTTE in den vergangenen Monaten nach und nach zurück. Anfang Januar war bereits die Rebellenhochburg Kilinochchi in die Hände des Militärs gefallen.
Auch weitere Orte, die jahrelang unter der Kontrolle von Rebellenführer Velupillai Prabhakaran und seinen Anhängern standen, wurden von den Truppen erobert.
Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapakse hatte in seiner Neujahrs-Ansprache 2009 zu einem Jahr des «heldenhaften Sieges» über die Befreiungstiger erklärt. Während des Bürgerkrieges kamen bislang mindestens 70000 Menschen ums Leben. (sda)