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Ingrid Betancourt und ihr Mann Juan Carlos Lemcompte stehen sich nach sechs Jahren Trennung wieder gegenüber. (AP)
«Ich kann nicht ausschliessen, dass mit Ingrid alles aus ist. Das kommt vor. Darüber denke ich nicht erst jetzt nach, sondern schon seit geraumer Zeit. Die Liebe könnte im Dschungel gestorben sein», wird Juan Carlos Lecompte von der Zeitung «El Tiempo» zitiert.
Die kolumbianische Presse hob nach der spektakulären Befreiung der früheren Präsidentschaftskandidatin hervor, wie zurückhaltend Betancourt ihren Mann begrüsst habe.
«Ich bin sehr froh über ihre Befreiung, aber ich muss zugeben, dass ich etwas anderes erwartet hätte. Ich hoffte auf eine innige Umarmung, keine Küsse, weil das ja öffentlich stattfand. Aber es gab keine solche Umarmung, und da bin ich beiseitegetreten», bekannte Lecompte, der sich in all den Jahren für die Freilassung seiner Frau eingesetzt hatte.
Als Betancourt am Tag nach ihrer Freilassung mit der gesamten Familie nach Paris flog, war Lecompte nicht dabei. Dass er aus dem Flugzeug gewiesen worden sei, dementierte er jedoch. «Wer weiss, was sie im Dschungel über mich gehört hat oder was man ihr erzählt hat, wie zum Beispiel über meine angebliche Beziehung zu einer Mexikanerin. Die Liebe kann im Dschungel gestorben sein. Und was kann ich da schon tun?», fügte Lecompte hinzu.
Er wolle seiner Frau jetzt Zeit lassen, ihr Leben neu zu ordnen. «Ich habe sechseinhalb Jahre gewartet», betonte er. (Si)