Staatsaffäre Julie Gayet: Bringt die Femme Fatale Hollande zu Fall?

PARIS - Die Franzosen hassen seine Politik. Und jetzt soll er auch noch seine Freundin Valérie Trierweiler betrügen. Bringt Hollandes angebliche Affäre mit Julie Gayet (41) das Fass zum Überlaufen?

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Das Magazin «Closer» will den Bericht über die angebliche Affäre von François Hollande und Julie Gayet (41) heute Abend wieder vom Netz nehmen. Denn mittlerweile ist die Liaison zu einem Fall für die Anwälte geworden.

Doch nicht etwa Hollands Rechtsberater haben sich eingeschaltet. «Der Anwalt von Julie Gayet hat uns kontaktiert und gebeten, den Artikel zu entfernen», sagt Laurence Pieau, Chefredaktorin von «Closer» jetzt. Auswirkungen auf die gedruckte Version hat die Beschwerde allerdings nicht.

Auch Hollande selbst sieht seine Privatsphäre beeinträchtigt: «Ich beklage zutiefst die Verletzung der Achtung vor dem Privatleben.»

Franzosen sind mit Hollandes Arbeit nicht zufrieden

Doch selbst wenn das Magazin den Bericht entfernt: In der Grand Nation bleibt die Affäre Gesprächsthema Nummer eins. Bringt die Femme Fatale Hollande zu Fall? Frankreichs Staatsoberhaupt hat zur Zeit einen schweren Stand: Laut Umfragewerten ist er so unbeliebt, wie kein französischer Präsident zuvor. Nur 20 Prozent der Franzosen sind mit seiner Arbeit zufrieden. Und das knapp zwei Jahre nach seiner Wahl.

Der Sozialist galt 2012 als Hoffnungsträger. Sollte dafür sorgen, dass es seinem Volk endlich besser geht. Doch das hat er bisher nicht erreicht. Im Gegenteil: Seine Steuererhöhungen machen den Franzosen das Leben zusätzlich schwer.

Und jetzt soll er auch noch seine langjährige Freundin Valérie Trierweiler (48) betrügen. Mit der äusserst attraktiven Schauspielerin Julie Gayet (41).

Strauss-Kahn trat zurück

So manchen mächtigen Mann brachte eine schöne Frau bereits zu Fall. Nicht zuletzt auch Hollandes Landsmann Dominique Strauss-Kahn (64). Dieser wurde wegen einer angeblichen Vergewaltigung verhaftet. Der verheiratete Strauss-Kahn bestritt dies stets, gab aber zu, dass es einvernehmlichen Sex gegeben habe. Er musste als Präsident des Internationalen Währungsfonds zurücktreten.

Noch nie aber sah sich ein französischer Präsident wegen einer Affäre zum Rücktritt gezwungen. Denn François Hollande ist mit seiner Affäre in bester Gesellschaft.

Die Männer, die das Land in der Vergangenheit regierten, massen dem Begriff Treue nicht gerade eine grosse Bedeutung zu.

Mitterands zahlreiche Affären

Nicolas Sarkozy etwa war wohl noch verheiratet, als seine Liaison mit Model und Musikerin Carla Bruni begann. Im Oktober 2007 gab das Elysée die Trennung von Ehefrau Cécilia bekannt. Bloss vier Monat später, im Februar 2008, traten er und Bruni vor den Traualtar.

Das selbe gilt für den langjährigen Staatspräsident François Mitterand. Dieser hatte eine «Nebenfamilie» mit einer unehelichen Tochter: Mazarine. Die Öfffentlichkeit erfuhr allerdings erst 1994, zwei Jahre vor Mitterrands Tod, davon.

Zudem soll er während der 14 Jahre im Amt zahlreiche Affären gehabt haben. (lac/kab)

Publiziert am 10.01.2014 | Aktualisiert am 11.01.2014
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13 Kommentare
  • Linus  Good aus Oetwil a.d.L.
    11.01.2014
    Das wird kaum Folgen haben, die Franzosen nehmen es bei Seitensprüngen nicht so genau, auch wenn es sich um den Präsidenten handelt.
  • Walter  Staub , via Facebook 11.01.2014
    In Frankreich sicher kein Grund für einen Rücktritt. Maitressen und Konkubinen haben in Frankreich eine Tradition wie kaum in einem anderen Land.
    • Eugen  Dubeli aus St.Gallen
      11.01.2014
      Deshalb wurde ja auch die Prostitution verboten. Da hat der kleine Mann wieder einmal das Nachsehen.
  • Beni  Klarer 11.01.2014
    Was gehen die privaten Affären die Öffentlichkeit an? Es ist doch sonnenklar, dass das Modell der traditionellen Ehe nur in wenigen Fällen wirklich funktioniert. Affären sind also an der Tagesordnung und in sehr vielen Beziehungen auch vollkommen problemlos akzeptiert - solange man für den Hauptpartner noch genügend Zeit hat natürlich.
  • Friedrich  Meyer 11.01.2014
    wenn es stimmen würde hätte Hollande wenigstens einmal Stil und Geschmack bewiesen. Vermutlich dann das Einzige, was aus seiner Regierungszeit in Erinnerung bleiben wird. Warum wird eigentlich Julie Gayet als Femme Fatale bezeichnet. Sie hat ein hübsches Gesicht, ein bezauberndes Lächeln und eine sehr sinnliche Ausstrahlung ohne billig zu wirken.
  • jean-claude  niederhoffer aus bern
    11.01.2014
    die franzosen sind ja nur zu faul um was zu unternehmen.
    pauvre grande nation