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Auf ihren Schultern krächzen keine Papageien, sie fuchteln nicht mit Krummsäbeln herum und gewöhnlich hissen sie auch keine Totenkopfflaggen mehr – dennoch ist mit den Piraten von heute nicht gut Kirschen essen.
Zumal sie wieder häufiger zuschlagen: Die Anzahl der Übergriffe sei 2007 um zehn Prozent gestiegen, teilte das International Maritime Bureau (IMB) im malaysischen Kuala Lumpur heute mit.
Grund für den ersten Anstieg der Überfälle seit vier Jahren ist die zunehmend schlechte Sicherheitslage in Nigeria und Somalia. Das IMB zählte im vergangenen Jahr 263 Überfälle, 24 mehr als 2006.
Die Nachfahren des Spielfilm-Piraten Jack Sparrwo sind alles andere als zimperlich. Ihre Angriffe werden immer gewalttätiger: 2007 haben die Freibeuter 35 Prozent mehr Schusswaffen als im Vorjahr eingesetzt.
Die Freibeuter suchten 18 Schiffe heim, töteten fünf Seemänner, nahmen 292 als Geiseln und entführten 63 Besatzungsmitglieder. Fünf Menschen sind noch immer vermisst. (SDA/hhs)