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Mehr als 80 Menschen seien bei Zusammenstössen mit der Polizei verletzt und rund 50 festgenommen worden, teilten die Behörden heute mit. In Barcelona und Salamanca setzten sich überwiegend junge Leute gegen Versuche der Polizei zur Wehr, das «Botellon» genannte Besäufnis zu unterbinden.
«Botellon» bedeutet «grosse Flasche». Unter ddiesem Motto versammeln sich zum Frühlingsanfang seit Jahrzehnten junge Spanier auf öffentlichen Plätzen, um gemeinsam draussen zu trinken und zu feiern. Acht der 17 spanischen Regionen haben das feucht-fröhliche Treiben verboten, weil dabei stets Berge von Müll anfallen und es nicht selten auch zu Handgreiflichkeiten kommt.
Studenten und andere junge Leute argumentieren dagegen, sie müssten das Recht haben, zu feiern, ohne die teuren Eintritts- und Getränkepreise in Kneipen und Clubs zahlen zu müssen. Die höchste Beteiligung erreichte «Botellon» in diesem Jahr in Granada, wo sich rund 25’000 Menschen auf der Strasse versammelten und den Verkehr lahm legten. Ansonsten wurden dort keine grösseren Zwischenfälle gemeldet.